„Kissin’ Dynamite“ ist ein ungewöhnliches Album, weil Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band gleichzeitig darin stecken. Die Kombination aus sechs neuen Songs und sieben neu aufgenommenen Klassikern funktioniert überraschend gut und ergibt im Kontext des Abschieds von Hannes Braun sogar ausgesprochen viel Sinn. Musikalisch bleiben die Schwaben ihrem Erfolgsrezept treu: große Gitarren, große Refrains, große Emotionen. Manchmal ist das eine Spur zu glatt, manchmal vielleicht auch ein bisschen zu pathetisch. Doch es wäre fast enttäuschend, wenn Kissin’ Dynamite ihren langjährigen Sänger plötzlich mit zurückhaltendem Alternative Rock verabschieden würden. Vor allem aber hört man fünf Musiker, die nach rund zwei Jahrzehnten gemeinsamer Geschichte noch einmal feiern, was sie zusammen aufgebaut haben. Hannes Braun bekommt damit einen würdigen Abschied vom Mikrofon – emotional, laut und selbstverständlich mit einem Refrain, den auch die letzte Reihe mitsingen kann.
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