Konsequent gegen jede Hörgewohnheit
Wer hier auf Strukturen hofft, wird schnell feststellen: Es gibt keinen Takt, keinen Gesang, keine erkennbare Melodie. Stattdessen dominieren langgezogene Drone-Sounds, dröhnende Frequenzen und ein bewusst reduzierter Ansatz, der eher an eine Klanginstallation erinnert als an ein Album im herkömmlichen Verständnis.Das bedeutet allerdings nicht, dass das Werk schlecht gemacht ist – im Gegenteil. Die Produktion ist präzise, die Klangräume sind bewusst gestaltet, und man merkt, dass hier mit Konzept und Intention gearbeitet wurde. Jede Frequenz scheint ihren Platz zu haben, jede Verzerrung ist gewollt. Es ist Kunst – nur eben keine, die sich leicht erschließt.
Nur für echte Avantgarde-Fans
Das Problem: Der Zugang bleibt extrem schwierig. Selbst für offene Hörer wirkt das Ganze schnell sperrig, distanziert und teilweise ermüdend. Ohne Ankerpunkte wie Rhythmus oder Gesang fehlt vielen schlicht die Orientierung. Das Album verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und eine gewisse Bereitschaft, sich komplett auf abstrakte Klangwelten einzulassen.Für ein breites Publikum ist das kaum zugänglich. Wer Musik sucht, wird hier vermutlich enttäuscht. Wer hingegen Klang als Erlebnis versteht, könnte zumindest fasziniert sein – wenn auch auf sehr spezielle Weise.



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