Das Setting: eine Mischung aus Sci-Fi, Mystik und ruinenüberzogenen Biomen. Im Zentrum ragt das mächtige Ziggurat – ein gigantischer, fremdartiger Monolith, der dich in immer neue Bereiche schleudert und damit das Herzstück deines Abenteuers bildet.
Willkommen im Ziggurat – einem Ort ohne Wegweiser
Empyreal wirft dich in eine Welt, die gleichzeitig neugierig macht und fremd wirkt. Der Stützpunkt, der als Hub dient, wirkt lebendig genug, aber sobald du dich in das Ziggurat stürzt, zeigt sich die Philosophie des Spiels: Keine Marker, keine Minimap, kein freundlicher Pfeil, der sagt: „Da lang.“Für manche ein Segen. Für viele – insbesondere wenn man moderne Action-RPGs gewohnt ist – ein kleines Ärgernis.
Die Biome selbst sind beeindruckend gestaltet: mal staubige Wüstenplateaus, mal überwachsene Ruinen oder feuchte, schimmernde Höhlen. Alles wirkt handgemacht, nicht prozedural improvisiert. Das ist eine der großen Stärken dieses Spiels – und gleichzeitig einer der Frustpunkte, wenn man mal eine halbe Stunde im Kreis rennt, weil sich der Weg zum Boss irgendwo versteckt.
Der ewige Loop: Rein, kämpfen, looten, upgraden
Empyreal ist in erster Linie ein Spiel, das vom Gameplay lebt – nicht von seiner Geschichte. Die Story plätschert anfangs angenehm mysteriös vor sich hin, verliert aber später an Tiefe und Bedeutung. Die Figuren im Camp haben Persönlichkeit, ja, aber sie tauchen so selten auf, dass echte Bindung kaum entsteht.Was jedoch überlebt: der Loop.
- welches Biom du betrittst
- welcher Boss wartet
- welches Loot möglich ist
Ein klassischer Kreislauf. Aber ein guter.
Das Kampfsystem: schwer, taktisch, überraschend komplex
Hier zeigt Empyreal seine stärkste Seite. Kämpfe fühlen sich taktisch, wuchtig und anspruchsvoll an. Jeder Gegner telegrafiert seine Angriffe klar, du musst Angriffsfenster lesen, parieren, ausweichen, timen. Schon auf den leichtesten Schwierigkeitsgraden ist Unachtsamkeit tödlich.Die drei Waffentypen bieten unterschiedliche Spielstile:
- Die Glaive ist schnell, wendig, perfekt zum Ausweichen.
- Mace & Shield belohnen defensive Geduld, Parrys und Präzision.
- Die Cannon bietet Distanz, aber erfordert gutes Timing beim Nachladen.
Loot, Mods, Buffs – ein System für Tüftler
Wer Loot liebt, wird in Empyreal glücklich.
Eine Welt aus Licht und Schatten
Optisch schlägt Empyreal schwankend zu: Die ersten Stunden wirken generisch, fast altmodisch. Dann, plötzlich, entfalten die Biome eine subtile Schönheit – lange Sichtweiten, feine Details, architektonische Reste einer vergangenen Zivilisation.Es hat etwas Ruhiges, Einsames, fast Melancholisches.
Der Soundtrack bleibt hingegen blass. Funktional, aber wenig einprägsam. Die Sprecher solide, aber nicht überragend.




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