Zwischen Ballade und Biss
Der Liveabend folgt dramaturgisch dem aktuellen Soloalbum Lighthouse, das in Gänze gespielt wird. Songs wie I Saw God On 10th St. und I Just Don’t Know entfalten live ihre ganze emotionale Wucht. McKagan singt mit einer rauen Aufrichtigkeit, die an seine Tenderness-Phase erinnert, aber hier durch das Live-Setting eine zusätzliche Tiefe erhält. Der Sound ist klar, nah, intim – fast so, als würde man mit ihm in einem kleinen Club sitzen.Highlights mit Ecken und Kanten
Neben den eigenen Songs setzt McKagan auf klug gewählte Cover – darunter I Wanna Be Your Dog von The Stooges oder You’re Crazy von Guns N’ Roses. Besonders stark: Can’t Put Your Arms Around A Memory, bei dem Steve Jones (Sex Pistols) live auf der Bühne mitspielt, bevor sie gemeinsam Heroes von David Bowie performen – ein emotionaler Höhepunkt. Die Zugabe mit Don’t Look Behind You rundet das Konzert mit Gänsehautfeeling ab.Was Lighthouse: Live from London auszeichnet, ist der bewusste Verzicht auf bombastisches Bühnengehabe. McKagan schafft es, große Gefühle in kleine Gesten zu verpacken. Die Nähe zum Publikum, das Zusammenspiel mit der Band – alles fühlt sich ehrlich und geerdet an. Und genau das macht das Album so stark.
Tracklist:
- Forgiveness
- Chip Away
- This Is The Song
- I Saw God On 10th St.
- Tenderness
- Feel
- Holy Water / I Wanna Be Your Dog
- I Just Don’t Know
- Fallen Ones
- Fallen
- Wasted Heart
- Longfeather
- Just Another Shakedown
- I Fought The Law
- You’re Crazy
- Lighthouse
- Can’t Put Your Arms Around A Memory (Feat. Steve Jones)
- Heroes (Feat. Steve Jones)
- Don’t Look Behind You



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