Everything But The Girl – The Best of Everything But The Girl Review

Rückblick auf vier Jahrzehnte zwischen Pop, Electronica und Melancholie



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Everything But The Girl haben mit dieser Best-of-Veröffentlichung mehr geschaffen als eine bloße Zusammenstellung ihrer größten Erfolge. Es ist ein bewusst gestalteter Rückblick, der nicht nur musikalisch, sondern auch emotional funktioniert. Die Reihenfolge der Songs wurde so gewählt, dass sich eine Reise durch die Zeit entfaltet – von den elektronischen Höhepunkten der späteren Jahre zurück zu den filigranen Anfängen im akustischen Folk- und Jazzbereich.

Balance zwischen Clubmomente und Nachdenklichkeit

Der Übergang von clubtauglichen Beats hin zu ruhigeren, intimeren Momenten verleiht dem Album eine erzählerische Struktur, die selten bei Compilations zu finden ist. Dabei wirkt nichts gekünstelt oder aufgesetzt. Vielmehr entfaltet sich ein natürlicher Flow, der die Entwicklung der Band nicht nur zeigt, sondern spürbar macht.

Besonders bemerkenswert ist die zeitlose Qualität von Tracey Thorns Stimme, die sich über alle Epochen hinweg ihre Tiefe und Eindringlichkeit bewahrt hat. Die Verbindung aus ihrer markanten, manchmal brüchigen Melancholie und Ben Watts feinem Gespür für Arrangements macht auch heute noch den Reiz von Everything But The Girl aus. Selbst Songs, die man längst zu kennen glaubt, wirken hier in diesem Kontext neu entdeckt.

Minimaler Kritikpunkt – aber kaum ins Gewicht fallend

Natürlich stellt sich bei einer Best-of immer die Frage, ob die Auswahl vollständig ist. Doch diese Zusammenstellung überzeugt durch kluge Dramaturgie und einen ausgewogenen Querschnitt des vielfältigen Schaffens. Der Spagat zwischen Nostalgie und Zeitgeist gelingt dem Album mühelos, gerade weil es nicht versucht, sich aufzudrängen.

FAZIT

Die letzten Titel schlagen schließlich den Bogen zurück zu den frühen Jahren – eine musikalische Heimkehr, die dem Album eine runde, fast versöhnliche Note verleiht. Es ist ein stilles, aber eindrucksvolles Statement über die Kraft des Loslassens, Erinnerns und Neubeginns.

Captain (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 83%
Rückblick auf vier Jahrzehnte zwischen Pop, Electronica und Melancholie

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