Mars Simulator schickt uns in gewohnter Simulatorenmanier auf den roten Planeten. Ob wir dem Spiel durchaus seinen Reiz abgewinnen konnten oder ob wir uns vor Schreck dem Marsgesicht angepasst haben, erfahrt ihr in unserem Test!
Wir schreiben das Jahr 20.. ach, was solls. Machen wir es kurz: Mars Simulator grätscht in die selbe Kerbe, in der auch all die anderen Simulatoren eingetaucht sind und uns immer wieder auf unterschiedliche Weise unzugängliche Steuerungen, sinnbefreite Sammelaufgaben oder bis an die Schmerzgrenze erduldbare Geschicklichkeitsaufgaben zu präsentieren. Und auch der Vertreter rund um den Mars Einsatz ist da keine Ausnahme.
Faszination Mars
Doch der Reihe nach. Grundsätzlich klingt die Idee ja schon mal gut und regt zum träumen an. Schließlich ist das Weltall der letzte offene und unerforschte Raum. Raum, in dem wir noch nicht gewesen sind und der eine gewisse Faszination auslöst. Und auch der Mars kann hier seine Besonderheiten nicht verbergen. Während uns eine holländische Firma auf einer One-Way-Reise auf dem Mars ansiedeln möchte, schickt uns der sympathische kleine Curiosity regelmäßig Lebenszeichen, Bilder, Fotos und Grüße von seinem neuem, roten Zuhause.
Und wer ahnt es? Genau diese Aufgaben übernehmt ihr auch in Mars Simulator. Fotos der Umgebung nehmen, Gesteinsproben mit dem Bohrer und Greifer eures Revers aufsammeln, Merkwürdigkeiten untersuchen und verwinkelte Höhlensysteme erforschen. Klingt spannend? Ist es auch, doch leider nicht in diesem Spiel. Der Reiz des Unbekannten des Weltalls kommt hier nicht rüber. Stattdessen hat man mehr das Gefühl man bewege sich zwischen Schluchten, irgendwo am Rande einer Wüste. Könnte genauso gut auch Klein Sibirien oder eine verkümmerte Form des Grand Canyon sein, macht keinen Unterschied und würde sich maximal in der Gesteinsfarbe in irgendeiner Art und Weise bemerkbar machen. Denn stellt euch vor: Ihr bewegt euch nach der mehr als albernen Landung in einer Schlucht mit eurem Rover. Selbstverständlich ist die Schlucht ringsum mit 30 Meter hohen, beinahe senkrechten Feldwänden begrenzt. Clevere Idee den Rover dort in dieser Falle zu landen!
And on, and on, and on, and on.......
Angekommen, beginnt ihr verschiedene kleine Aufgaben zu erfüllen. Stets mit dem Ziel euch die Steuerung näher zu bringen und zu verinnerlichen. So erwischt ihr euch recht bald zu Beginn damit, 15 Fotos der Umgebung zu machen und diese anschließend, bei passender Verbindung zur Erde, zu übertragen. Eine weibliche Stimme liest euch dabei stets die kurzen Tutorialtexte vor und gibt einem das Gefühl, nicht ganz alleine und verloren zu sein. Wer sich jetzt jedoch fragt "War das alles?", dem kann ich nur ein freundliches Nicken entgegen bringen. Ja, das war alles.. im groben. Ihr untersucht ab und an ein paar besondere Steine. Führt mit einer aus dem Abgrund kommenden Physik und Kollisionsabfrage euren Bohrer und Greifarm zu Steinen, sammelt Proben und verstaut diese in eurem Inventar.
Lediglich das an eine Mischung Wall-E und Nummer 5 erinnerte Gefährtchen erweckt einen gewissen Charme. Doch auch hier sieht man sich bereits nach wenigen Minuten satt und ist froh, wenn etwas Abwechslung auftaucht. Doch auf diesen Punkt wartet man vergebens.



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