Mit dem Publisher "Astragon" hat es "Big Fish Games" jetzt auch geschafft, einen Herausgeber für eine Retail-CD zu finden. Das Spiel selbst existiert über den eigenen Internet Store schon etwas länger. Trotz der Annahme, dass es sich wie auf dem Cover beschrieben um ein "Wimmelbildspiel" handelt, ist es eher eine Mischung aus diesem und Adventure. Dabei halten sich die eingebauten Elemente dieser Genre jeweils die Waage. Ob das Spiel am Ende überzeugt, könnt ihr hier nachlesen.
Wieder einmal Gruselspaß?
Wie auch schon viele andere Wimmebildspiele handelt auch dieses von Übermenschlichem und geheimnisvollem Treiben in einer sonderbaren Gegend. Protagonist ist dabei Kierra Vale, die ein Sanatorium (Heilanstalt) scheinbar von ihren Eltern geerbt hat und dieses Grundstück nun besuchen fährt, um auch mehr über ihre Familie herauszufinden. Doch es kommt, wie es kommen musste. Das Haus ist heruntergekommen und ein seltsamer Herr Quinn lässt unsere Heldin dabei schon von Anfang an etwas grübeln. Nachdem sie durch Zufall auch noch auf einen Friedhof neben der Heilanstalt stößt, wird ihr bewusst, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Außerdem wird sie auch schon erwartet .
Spielmechanik - Die alte Leier
Auch wenn die Kombination von Adventure und Wimmelbild sicherlich nicht alltäglich ist, ändert sich am Spielgefühl nichts. Wir suchen immer noch Gegenstände in einer sehr gut gemalten Umgebung, lösen Rätsel, lesen uns viele Handlungseinzelheiten durch und drücken wenn nötig die Taste für einen Tipp.
Dabei lässt sich anmerken, dass das Spiel teils schwere und teil einfache Rätsel mit an Bord hat. Nach und nach erkennt man jedoch auch dessen Rhythmus. Denn am Ende jedes Spielabschnitts müssen wir eine Anzahl Zahlräder, Papierschnipsel oder ähnliches sammeln um dies dann passend zusammenzusetzen und in die nächste Zwischensequenz eintauchen zu dürfen.
Positiv anzumerken ist jedoch, das das Spiel nach und nach von wichtigen Dokumenten oder bestimmten Reihenfolgen Fotos schießt. Wenn man dann ein Rätsel lösen muss, kann man sich einfach diese Fotos aufklappen und in Ruhe vervollständigen.
Die Wimmelbildsequenzen sind meist auch etwas selbstkritisch. So müssen wir noch ziemlich am Anfang an einem PC in einem lila gestalteten Bild mit Einhorn sinnloserweise irgendwelche Gegenstände finden, um erst später auf dem Computer die wichtige Information zu finden.
Das Spiel entpuppt sich mit etwa 5 Spielstunden als nicht sonderlich umfangreich, die sehr gut erzählte Handlung macht aber einiges wieder wett, wie auch die sehr gut umgesetzte düstere Atmosphäre.
Technik
Grafisch lebt das Spiel wie fast alle Vertreter dieses Genres von den detailliert gemalten Hintergrundbildern und dessen sehr dichten Atmosphäre. Ansonsten hat uns auch der Schieberegler für die Helligkeit in dem Einstellungsmenü gut gefallen, so können wir diese auch noch unserem Belieben anpassen. Dieser trägt je nach Auffassung auch gut zur düsteren Handlung bei.
In Bezug auf die musikalische Untermalung lässt sich sagen, dass sich diese zweckmäßig und ruhig im Hintergrund verhält. Ansonsten ist auch die Titelmusik nicht besonders aufregend. Gewünscht hätten wir uns eine Sprachausgabe der Haupthandlung, denn das hat diese auf jeden Fall verdient.



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