Stephen Edwin King ist ein Meister des Horrorgenres und gilt schon zu Lebzeiten zurecht als einer der Gestalter des Genres und Wegbereiter des kommerziellen Erfolgs von Horror-Romanen. Bis heute hat Stephen King als Autor über 400 Millionen Bücher verkauft, die in insgesamt 40 Sprachen übersetzt wurden. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, schon sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen.
Zwischen Nacht und Dunkel
Vier Kurzromane, die alle ein Thema haben: Vergeltung! Ob als Täter oder Opfer, unschuldig oder schuldig, durch Schicksal oder Absicht - wir kommen in Situationen, die uns eine Entscheidung abverlangen: Wie weit muss ich gehen, bis mir Gerechtigkeit widerfährt? Manchmal muss man sehr weit gehen ...
"1922": Ein Vater überredet seinen Sohn auf perfide Weise, gemeinsam mit ihm die Ehefrau/Mutter umzubringen - und der Horror für den Rest des Lebens der beiden nimmt seinen Anfang.
"Big Driver": Die Schriftstellerin Tess wird nach einer Lesung brutal vergewaltigt. Sie will auf eigene Faust Vergeltung üben ...
"Faire Verlängerung": Der schwer krebskranke Streeter geht einen teuflischen Pakt ein. Seine Genesung und sein Glück scheinen fortan Unglück und Untergang für andere zu sein. Kann er dem Einhalt gebieten? Will er das überhaupt?
"Eine gute Ehe": Zufällig entdeckt Darcy, dass der Mann, mit dem sie 27 Jahre lang glücklich verheiratet ist, ein Doppelleben als wahres Ungeheuer führt. Bis dass der Tod euch scheidet ... ist das der einzige Ausweg?
Die bisher unveröffentlichten Geschichten aus der King-Hemisphäre, sind nicht nur spannend, sondern auch überaus schlafraubend. Die Novellen zeichnen sich durch einen starken Hang zur Fantastik aus und zwar in allerbester King-Manier. Nahtlos kann er an andere Novellensammlungen anknüpfen, so daß "Zwischen Nacht und Dunkel" den Sammlungen "Langoliers/Nachts" und "Frühling, Sommer, Herbst und Tod" in nichts nachsteht. Atmosphärisch packend und spannend geschrieben - so sehr, dass es sich wie gesagt fast nicht mehr als "Gute-Nacht-Lektüre" eignet. Man muss einfach wissen wie es weitergeht und so können die 528 Seiten durchaus die Nachtruhe angenehm torpedieren.



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