Musikalisch blickt Samira Winter auf eine vielschichtige Biografie zurück. Aufgewachsen im brasilianischen Curitiba und nach ersten musikalischen Schritten in Boston, verschlug es sie im Jahr 2013 nach Los Angeles, wo sie sich fest in der dortigen DIY-Rock-Szene etablierte. Nach etwa einem Jahrzehnt in Kalifornien folgte jedoch ein schmerzhafter, aber für die persönliche Weiterentwicklung notwendiger Umzug an die Ostküste nach New York City. Die Entstehung von „Adult Romantix“ war dementsprechend von einer rund zweijährigen Übergangsphase geprägt, in der die Songs zwischen Tourneen, in unterschiedlichen Städten und in verschiedenen Zwischenmieten entstanden sind. Das resultierende Album versteht sich als ein atmosphärischer Tunnel aus Sommern und Erinnerungen, der stark von den Eindrücken der Westküste geprägt ist.
Zwischen den Einflüssen von Shoegaze und Gothic-Romantik
Inhaltlich und stilistisch speist sich das Album aus einer ungewöhnlichen Mischung an Referenzen. Neben der gothisch-romantischen Literatur von Mary Shelley dienten vor allem romantische Komödien der neunziger Jahre als Inspirationsquelle für das Songwriting. Auch musikalisch lässt sich die Platte klar verorten: Flirrende Gitarren, rauchige Gesangseinlagen und eine nostalgische Grundstimmung erinnern an Vorbilder wie Sonic Youths „Rather Ripped“, den melancholischen Akustik-Rock von Elliott Smith oder den verträumten California-Shoegaze von Formationen wie Further und Starflyer 59. Die dreizehn Tracks des Longplayers schwingen stets zwischen verträumter Ekstase und nächtlicher Sehnsucht hin und her, wobei eine greifbare Bitternis durchscheint.Unterstützung hat sich Winter für ihr neues Material ebenfalls ins Studio geholt. So finden sich unter den Gästen auf dem Album unter anderem Dimitri Giannopoulos von Horse Jumper of Love sowie Hannah van Loon von Tanukichan. Das Werk baut damit auf dem 2022 veröffentlichten Vorgänger „What Kind of Blue Are You?“ auf, treibt den facettenreichen Sound jedoch konsequent voran. Wenn du die Künstlerin bereits live erleben konntest – etwa als Support-Act für Bands wie Cherry Glazerr in Deutschland –, darfst du dich zudem freuen, denn eine Europa-Tournee ist fest eingeplant, um die neuen Stücke auf die Bühnen zu bringen.
Tracklist
- Just Like A Flower (intro)
- Just Like A Flower
- Misery
- Hide-A-Lullaby
- Existentialism
- Sometimes I Think About Death
- Like Lovers Do
- Without You
- In My Basement Room
- The Beach
- Candy #9
- Running
- Hollow


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