Im Mittelpunkt der Handlung steht eine isolierte Dorfgemeinschaft im Nordosten Deutschlands, die in den letzten Kriegstagen mühsam an einer brüchigen Normalität festhält. Zu den Bewohnern gehören Greta, gespielt von Jella Haase, und Anni, die von Frida-Lovisa Hamann verkörpert wird. Dieser trügerische Frieden findet jedoch ein jähes Ende, als der lokale Fluss immer mehr unbekannte Leichen anspült. Was zunächst als beunruhigendes Geheimnis beginnt, wächst sich schnell zu einem kollektiven Trauma aus, das die Dorfbewohner in ihren Grundfesten erschüttert. Eine wachsende Spirale aus Furcht und Argwohn gipfelt schließlich in einem drastischen Propaganda-Diktat, das besagt, dass keine lebenden Deutschen dem Feind in die Hände fallen dürfen. Wenn du dich fragst, wie Menschen unter dem extremen Druck eines zerfallenden Regimes moralisch agieren, wirft dieser Film genau diese unbequemen Fragen auf und konfrontiert die Figuren mit einer schier ausweglosen Entscheidung zwischen dem anrückenden Feind und den tödlichen Befehlen aus den eigenen Reihen.
Hochkarätiges Ensemble und starke internationale Partner
Neben Jella Haase und Frida-Lovisa Hamann gehören zahlreiche weitere bekannte Gesichter zum Cast des Films. Vor der Kamera von Kameramann Piotr Sobociński Jr. stehen unter anderem Clemens Schick, Lukas Miko, Martin Wuttke, Hans-Uwe Bauer und Steffi Kühnert. Abgerundet wird die Besetzung durch die jungen Nachwuchsdarsteller Marlene Franzone, Hugo Goers und Phileas Heyblom. Für Regisseurin Ulrike Tony Vahl, eine Absolventin der Filmuniversität Babelsberg, markiert dieses Projekt das Spielfilmdebüt. Das dazugehörige Drehbuch wurde im Rahmen des Torino Script Labs entwickelt und widmet sich der Frage, was mit dem Einzelnen geschieht, wenn jahrelang verinnerlichte gesellschaftliche Normen und ideologische Schutzzonen schlagartig zerbrechen.Hinter der Produktion steht ein starkes europäisches Netzwerk. Produziert wird das Drama von Martina Haubrich und Claudia Schröter über CALA Film, gemeinsam mit Ewa Puszczyńska von der polnischen Produktionsfirma EXTREME EMOTIONS, die sich zuvor bereits durch international gefeierte Arthouse-Erfolge wie The Zone of Interest, Cold War und Ida einen Namen gemacht hat. Während der laufenden Dreharbeiten erhielt das Team im Mai zudem prominenten Besuch: Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, besuchte das Filmset persönlich gemeinsam mit MV-Förderchef Olaf Jacobs, um sich einen Eindruck von den Aufnahmen zu machen.
Die Entstehung des Films wurde von zahlreichen Institutionen finanziell unterstützt, darunter die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Filmförderungsanstalt, der Deutsche Filmförderfonds, die Mitteldeutsche Medienförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg, Eurimages, das Polnische Filminstitut sowie eine Beteiligung von BR und arte. Für den deutschen Verleih ist SquareOne Entertainment zuständig, während Global Constellation den Weltvertrieb übernimmt. Ein genauer Kinostarttermin für das Jahr 2026 wurde bisher noch nicht kommuniziert, doch erstes Pressematerial soll zeitnah veröffentlicht werden.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!