Indische Tradition trifft auf schräge Folk-Experimente
Für die Single "Sa Re Ga Ma Pa" hat sich das Quartett prominente Unterstützung geholt: Der Gesang stammt von Sahana Naresh, der Cousine von Keshav Purushotham, während Chirag Todi ebenfalls als Gastmusiker mitwirkt. Musikalisch wagt das Stück einen faszinierenden Flirt mit dem Progressive Folk. Neben einer verspulten Leichtfüßigkeit erwarten dich unerwartete Rhythmuswechsel, darunter ein markanter Flamenco-Percussion-Break. Dieser Ansatz erinnert an Wegbereiter des Genres wie Pentangle oder die Incredible String Band, die in der Vergangenheit ähnlich verspielt mit exotischen Instrumenten und rätselhaften Texten arbeiteten.Der Songtitel bezieht sich direkt auf die indische Musiklehre. Die Silben "Sa Re Ga Ma Pa" bilden das Pendent zum westlichen Solfège ("Do-Re-Mi") und dienen traditionell als Grundsystem für Tonleiter- und Rhythmusübungen in der klassischen indischen Musik, auch bekannt als "Sargam". Keshavara greifen dieses Fundament auf, brechen es jedoch kunstvoll auf und integrieren es in ihr psychedelisches Klangkonzept.
Aufnahme im Satori Sound Studio und babylonischer Sprachmix
Das Album "Moondram Sevi" baut auf den Phantasiewelten des 2024 veröffentlichten Vorgängers "III" auf. Um die eigenen musikalischen Wurzeln noch weiter zu erforschen, zog sich die Band nach zwei Jahren intensiver Europa-Tournee in ihr hauseigenes Satori Sound Studio zurück. Dort nutzte das Ensemble ein reichhaltiges Sammelsurium an analoger Technik: Ein analoges Mischpult, obskure Mikrofone, historische Stringmachines, Bandechos und diverse ungewöhnliche Percussion-Gerätschaften halfen dabei, die Energie der Live-Auftritte auf Band zu bannen.Der Titel des Albums stammt aus dem Tamilischen: "Moondram Sevi" bedeutet übersetzt "das dritte Ohr". Passend dazu setzt die Band erneut auf ihren charakteristischen babylonischen Sprachenmix aus Deutsch, Englisch, Tamil und erfundenen Lautmalereien. Sprache wird hierbei als musikalisches Element verstanden, während die Instrumentierung wie eine eigene Sprache fungiert. Trotz des filmischen Charakters bleiben die Stücke stets tanzbar – ein Effekt, den die Band selbst treffend als Kopfkino für die Füße beschreibt.
Umfangreiche Tournee für 2026 und 2027
Wer die neuen Stücke live erleben möchte, erhält in den kommenden Monaten reichlich Gelegenheit dazu. Keshavara haben eine umfangreiche Konzertreihe durch Deutschland, die Schweiz, Luxemburg, die Niederlande, Dänemark und Österreich angekündigt.- 16.10.2026: Stuttgart – Merlin
- 17.10.2026: Aarau (CH) – KIFF
- 24.10.2026: Luxemburg (LUX) – DGW
- 25.10.2026: Breda (NL) – Mezz
- 29.10.2026: Düsseldorf – Schleuse Zwei
- 01.11.2026: Hamburg – Nachtasyl
- 02.11.2026: Kopenhagen (DK) – Ideal Bar
- 03.11.2026: Hannover – Cafe Glocksee
- 06.11.2026: Mainz – schon schön
- 07.11.2026: Dresden – Super Fest Ostpol
- 08.11.2026: Potsdam – Waschhaus
- 17.02.2027: Nürnberg – Z-Bau
- 18.02.2027: München – Milla
- 19.02.2027: Wien (AT) – Arena
- 20.02.2027: Erfurt – Franz Mehlhose


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