Foto: Niclas Weber, Rithvik AR. Mehr zum Thema Transparenz.
Wenn du auf der Suche nach frischen Klängen zwischen Psychedelic Folk, Krautpop und weltweiten Einflüssen bist, dürfte das Kölner Quartett Keshavara deine Aufmerksamkeit fesseln. Die Band rund um Songwriter Keshav Purushotham hat ihr mittlerweile viertes Studioalbum angekündigt: Unter dem Titel »Moondram Sevi« erscheint das neue Werk am 9. Oktober über das Label Papercup Records. Die Veröffentlichung ist sowohl digital als auch auf Standard-Vinyl geplant. Nach einer intensiven Tourphase durch Europa hat sich die Formation zurückgezogen, um die gebündelte Energie ihrer Live-Auftritte aufzunehmen und in vielschichtige Songs zu übersetzen.
Analoges Kopfkino und indische Einflüsse Der Titel des Albums ist keineswegs zufällig gewählt: »Moondram Sevi« stammt aus dem Tamilischen und bedeutet übersetzt »das dritte Ohr«. Genau diesem inneren Impuls folgten Keshav Purushotham, Christopher Martin, Benedikt Filleböck und Schlagzeuger Niklas Schneider während der Arbeiten im bandeigenen Satori Sound Studio. Über mehrere Jahre hinweg sammelte das Quartett dort eine beeindruckende Palette an Instrumenten und Equipment an – darunter ein analoges Mischpult, seltene Vintage-Mikrofone, Stringmachines, Tape Echos sowie eine Vielzahl an ungewöhnlichen Percussion-Gerätschaften.
Diese handgemachte Klangästhetik prägt auch die jüngsten Single-Auskopplungen. Nach der tanzbaren Nummer »Pambu Mookan Uncle« gibt die zweite Single »Oracular« einen vertieften Einblick in die musikalische Ausrichtung der kommenden Platte. Der Track verbindet eine zwölfsaitige Akustikgitarre mit feingliedrigem Gesang, treibenden Bassläufen von Christopher Martin und den präzisen Rhythmen der Drums und Rhythmusmaschinen. Angereichert mit Klängen der Farfisa-Orgel, Spoken-Word-Passagen und Synthesizer-Effekten erzeugt das Stück eine rauschhafte, filmische Atmosphäre. Es wirkt wie eine musikalische Reise, die psychedelischen Folk mit der Dynamik einer Zugfahrt verbindet.
Neue Stimmen und erweiterte Klangwelten Eine klangliche Neuerung auf »Moondram Sevi« betrifft den Gesang: Erstmals sind auf dem Album auch weibliche Vocals zu hören. Diese stammen von Sahana Naresh, der Cousine des Frontmanns Keshav Purushotham. Sie ist auf insgesamt drei Titeln der Platte vertreten. Wer die Musik der Band bereits länger verfolgt, kennt ihre Stimme womöglich schon aus der Veröffentlichung »Indische Götter im Sauerland« aus dem Jahr 2024 oder von den Backing Vocals der vorherigen Single »Pambu Mookan Uncle«. Ihre Beiträge verleihen den Kompositionen eine zusätzliche Ebene und fügen sich nahtlos in den vielschichtigen Sound des Albums ein.
Trotz der komplexen Arrangements und der filmischen Ausstrahlung behält die Musik von Keshavara stets ihren tanzbaren Charakter bei. Das Album verbindet entspannte Träumerei mit mitreißenden Rhythmen und macht die Experimentierfreude der Band greifbar.
Umfangreiche Konzerttour ab Herbst 2026 Um das neue Material auch live vorzustellen, geht das Kölner Quartett auf eine ausgedehnte Tournee durch Deutschland sowie das benachbarte Ausland. Die Konzertreihe erstreckt sich über den Herbst 2026 bis in das Frühjahr 2027 hinein. Wenn du die Band live erleben möchtest, stehen folgende Termine auf dem Programm:
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