Musik

Hayley Williams veröffentlicht überraschend 17 neue Songs

Die Paramore-Frontfrau präsentiert eine umfangreiche Singles-Kollektion über ihr eigenes Label.



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Foto: Zachary Gray. Mehr zum Thema Transparenz.

Hayley Williams hat ohne große Vorankündigung eine umfangreiche Musiksammlung veröffentlicht. Die Frontfrau von Paramore präsentiert eine Kollektion aus 17 Singles, die komplett von Daniel James produziert wurden. Wenn du die musikalische Reise der US-Künstlerin verfolgst, wirst du feststellen, dass sie hierbei zahlreiche Instrumente selbst eingespielt und geschrieben hat. Langjährige Weggefährten wie Brian Robert Jones und Joey Howard waren an den Aufnahmen beteiligt, während Jim-E Stack beim Track „True Believer“ mitwirkte. Bereits in der vergangenen Woche deutete die Sängerin neue Musik an, als sie beim Newport Folk Festival überraschend auf der Bühne stand und den Song „Mirtazapine“ präsentierte.

Unabhängige Wege und musikalische Bandbreite

Die Veröffentlichung markiert einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit für die Künstlerin. Ende 2023 gab Paramore bekannt, nach über 20 Jahren ihren Vertrag mit Atlantic Records erfüllt zu haben und fortan als unabhängige Band zu agieren. Diese neue Sammlung erscheint dementsprechend über das von Hayley Williams gegründete Label Post Atlantic in Zusammenarbeit mit Secretly Distribution.

Musikalisch decken die 17 neuen Singles ein breites Spektrum ab. Das bereits erwähnte „Mirtazapine“ erinnert an den Alternative Rock der späten neunziger Jahre und widmet sich auf ungewohnte Weise dem Thema Antidepressiva. In „Glum“ experimentiert Williams mit Vocal-Presets und verarbeitet das Gefühl von Einsamkeit. Deutlich heiterer schlägt sie bei „Whim“ an, einem Americana-Ohrwurm, der ihre musikalischen Wurzeln in Nashville unterstreicht. „Ice in My OJ“ wiederum setzt auf eine moderne Produktion und pointierte Texte. Wenn du genau hinhörst, entdeckst du bei letzterem Titel eine interessante Verbindung: Den Refrain sang Williams bereits im Jahr 2004 auf dem Song „Jumping Inside“ der Mammoth City Messengers.

Rückblick auf Solowerke und Bandgeschichte

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Musikerin abseits ihrer Stammband solistisch entfaltet. Während der COVID-Pandemie veröffentlichte sie mit „Petals For Armor“ (2020) und „Flowers For Vases“ (2021) zwei viel beachtete Alben, die sich intensiv mit Verlust und persönlicher Entwicklung auseinandersetzten. Das US-Magazin Pitchfork hob damals die intime Atmosphäre hervor:
Das Album – das Verletzlichkeit und transformatives Wachstum verkörpert – offenbart eine reifere und introspektivere Seite von WILLIAMS. Ihre Stimme ist zweifellos das herausragende Merkmal ... rau und sanft, gefährlich und doch warm, was dies zu einem bewussten Neustart macht.
Pitchfork
Neben ihrer Solokarriere blickt Williams auf eine bewegte Geschichte mit Paramore zurück. Seit der Gründung und dem Debütalbum „All We Know Is Falling“ hat sich die Band zu einer festen Größe in der Rocklandschaft entwickelt. Alben wie „Riot!“, „Brand New Eyes“ oder das selbstbetitelte 2013er Werk prägten Generationen von Rock-Fans. Zuletzt feierte die Band mit „This Is Why“ große Erfolge und gewann zwei Grammys, wodurch Paramore als erste Rockband mit Frontfrau in der entsprechenden Kategorie ausgezeichnet wurde. Auch Bandkollege Zac Farro widmet sich aktuell Nebenprojekten und veröffentlichte ein eigenes Soloalbum. Die 17 neuen Tracks stehen ab sofort auf allen gängigen Plattformen bereit.

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