Erst kürzlich haben wir euch mit "Rakete zum Mond" einen echten Scifi-Klassiker nähergebracht. Nun erscheint mit "Von der Erde zum Mond" der nächste Kultfilm ebenfalls im Vertrieb der SchröderMedia. Eine weitere Jules-Verne-Verfilmung aus den späten 50ern
Amerika, wenige Jahre nach dem Bürgerkrieg. Der ehemalige Waffenkonstrukteur der Nordstaaten Victor Barbicane (Joseph Cotten) hat einen neuen Sprengstoff entdeckt, der an Sprengkraft alles in den Schatten stellt und plant ein Geschoss auf den Mond zu schießen, weil ihm der Test auf der Erde als zu gefährlich erscheint. Sein alter Rivale von der Konförderiertenseite, Nicholl (George Sanders) will ihm aber immer noch eins auswischen und wettet mit einer neuen Panzerung dagegen. Barbicanes 'Kraft X' zerstört den Panzer, jedoch wird er vom Präsidenten gebeten, seine Pläne aus Gründen des Weltfriedens einzustellen. Doch die Überreste von Nicholls Panzer erweisen sich überraschend hitzebeständig, sodass Barbicane einen neuen Plan entwirft, statt eines Geschosses ein Raumschiff mit Besatzung zu konzentrieren. Erstmals arbeiten Barbicane und Nicholl zusammen, aber die alte Rivalität ist noch nicht vergessen ...
Regisseur Byron Haskin ("Kampf der Welten") inszenierte mit der Besetzung Joseph Cotton, George Sanders und Debra Paget einen netten Science Fiction-Film, dessen Charme zwar unbestritten vorhanden ist, allerdings fehlt es dem Film dennoch an Nachhaltigkeit. Dies liegt vor allem daran, dass praktisch keine Special Effects zum Einsatz kommen, was vermutlich an einem ziemlich limitierten Budget lag. Es wird also viel über eine Rakete gesprochen aber man braucht als Zuschauer schon einiges an Fantasie um die Kulisse nicht mit einem Boot zu verwechseln.
Qualitativ ist der Film aus dem Jahre 1958 ordentlich, wenngleich nicht bestechend. Dazu sind die Bildkratzer einfach zu häufig, die Unschärfe etwas zu groß. Der Ton (Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)) macht hingegen einen soliden Eindruck.



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