Filme » Reviews

The Unholy Trinity Review

Ein Trio, das man so schnell nicht vergisst


03.01.2026  Captain  0 Likes  0 Kommentare 
The Unholy Trinity Review Bild The Unholy Trinity Review Screenshot The Unholy Trinity Review Foto

The Unholy Trinity präsentiert eine Welt voller moralischer Grauzonen, in der drei ungleiche Figuren eher zufällig in einen Strudel aus Chaos, Gewalt und Selbstjustiz geraten. Die Geschichte bringt eine interessante Grundidee mit, bleibt jedoch im Kern ein überschaubares Crime-Abenteuer, das weniger durch Tiefgang als durch Atmosphäre punktet. Der Film lässt sich gut anschauen, auch wenn er nur stellenweise über das Genreübliche hinauswächst.

Zwischen Humor und Härte – oft gelungen, manchmal überzeichnet
Die Mischung aus schwarzem Humor und brutalen Momenten gehört zu den stärkeren Aspekten des Films. Immer wieder gibt es Szenen, die die angespannte Stimmung angenehm auflockern. Gleichzeitig wirken manche Pointen etwas zu kalkuliert, zu sehr auf „cool“ getrimmt, was die Natürlichkeit mancher Dialoge schmälert. Die Gewalt ist präsent, aber selten wirklich schockierend – eher funktional, um die Handlung am Laufen zu halten.

The Unholy Trinity hat eine klare Struktur und ein paar gut gesetzte Wendungen, die das Publikum bei Laune halten. Auch wenn die Geschichte insgesamt stimmig erzählt wird, bleibt sie spürbar an der Oberfläche. Man folgt dem Geschehen gern, aber man ist selten wirklich gefesselt. Die Figuren treffen nachvollziehbare Entscheidungen, doch echte emotionale Tiefe entsteht nur in Einzelmomenten. Der Film macht vieles richtig, aber nur wenig wirklich außergewöhnlich.

Solides Ensemble statt großer Glanzleistung
Die Darsteller liefern ordentliche Leistungen ab, ohne herauszuragen. Das Ensemble trägt den Film stabil, doch keiner der Charaktere entwickelt den Sog, der nötig wäre, um den Film emotional aufzuwerten. Die Chemie zwischen den Figuren wirkt glaubwürdig, bleibt aber eher funktional als inspirierend. Man spürt, dass der Film stärker auf die Handlung als auf Charakterentwicklung setzt – ein Ansatz, der zwar funktioniert, aber keine langfristige Wirkung hinterlässt.

Visuell bewegt sich The Unholy Trinity im oberen Mittelfeld. Die düsteren, teilweise neon-getränkten Bilder schaffen Atmosphäre, wirken jedoch vertraut für alle, die ähnliche Crime- oder Neo-Noir-Filme kennen. Die Regie setzt Akzente, bleibt aber insgesamt unauffällig. Es gibt starke Momente, doch der Film lebt mehr von seiner Grundstimmung als von visueller Innovation.

Ein unterhaltsamer Abend – nicht mehr, nicht weniger
Unterm Strich ist The Unholy Trinity ein Film, der seine Stärken kennt und sie solide ausspielt. Er liefert Tempo, ein paar gute Lacher und eine ausreichend spannende Handlung. Gleichzeitig fehlt ihm das gewisse Etwas, das ihn dauerhaft im Gedächtnis halten würde. Er ist ein typischer „guter Film für zwischendurch“ – einer, den man gern sieht, aber wahrscheinlich nicht noch einmal.

The Unholy Trinity ist ein ordentlicher Genre-Beitrag, der mit Atmosphäre, Humor und einer gut funktionierenden Story unterhält. Er erreicht nicht die Intensität großer Crime-Dramen, bleibt aber angenehm kurzweilig und handwerklich sauber. Ein Film, der seine 71 Punkte solide verdient: gut – aber nicht unbedingt herausragend.

Punktewertung

Fehler gefunden? Melden.

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich dadurch nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt damit dieses Projekt. Deswegen bereits im Voraus: Danke.