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The Million Dollar Hotel Review

Deutscher Regisseur zwischen Erfolg und Kritik mit vielfältigem Werk.


11.08.2012  Jana  7 Likes  0 Kommentare 
Auch denjenigen, die sich eher mit Schauspielern als mit Regisseuren befassen, wird der folgende Name sicherlich etwas sagen: Wim Wenders. Wim Wenders, der deutsche Regisseur, der schon einige Auszeichnungen einheimsen konnte und auch mehrfach für den Oscar nominiert war. Wim Wenders, den man so gar keinem Genre zuordnen kann, denn er drehte sowohl Filme wie den erfolgreichen Musikdokumentarfilm "Buena Vista Social Club" als auch Spielfilme wie "Hammett" oder "Paris, Texas". Auch wenn Wenders mit vielen seiner Filmen sehr erfolgreich war, so hagelt es aber auch gerne mal bitterböse Kritik von der Presse. Ob es "The Million Dollar Hotel" auch verdient hat zerrissen zu werden? Oder ist Wenders hier ein richtig guter Film mit einer Mischung aus Thriller, Drama und Liebesfilm gelungen?

Selbstmord oder Mord?
In einer heruntergekommen Gegend in Los Angeles steht ein ebenso heruntergekommenes Hotel. Hier finden Menschen Zuflucht, die ansonsten keinen Platz in der Gesellschaft finden. Ehemalige Prostituierte, Aussteiger, Junkies oder einfach schräge Gestalten - sie alle können hier in Frieden leben ohne dass man sie sonderlich dumm von der Seite anschaut. Doch dann fällt eines Tages der Junkie Israel Goldkiss, genannt Izzy (gespielt von Tim Roth), vom Dach des Hotels und plötzlich schauen alle auf dieses Gebäude. Normalerweise würde so ein Vorfall als Selbstmord zu den Akten gelegt werden und niemanden interessieren, doch Izzy war nicht einfach nur irgendein Junkie, er war der Sohn eines Medienmonguls. Dieser möchte nun natürlich wissen, was genau passiert ist und vermutet einen Mordfall. So macht sich also der FBI-Ermittler Skinner (gespielt von Mel Gibson) auf in das Hotel, um die genaue Todesursache heraus zu finden.

Für Skinner sind nun alle Hotelbewohner tatverdächtig, auch Izzy's Freund Tom Tom (gespielt von Jeremy Davies). Tom Tom ist geistig zurück geblieben und unsterblich in die hübsche, aber leicht authistisch erscheinende Eloise (gespielt von Milla Jovovich) verliebt. Für diese Frau würde er alles tun!

Typisch Wenders!
Man mag über Wim Wenders Filme denken, was man mag. Aber seine Handschrift kann man eigentlich immer erkennen. So auch in "The Million Dollar Hotel". Die Wahl der Schauspieler war bei diesem Film ausgezeichnet und dabei sind gar nicht mal die Größes Gison und Jovovich gemeint. Vielmehr macht Jeremy Davies einen herausragenden Job in der Rolle von Tom Tom, die hervorragend von Wenders in Szene gesetzt wird. Aber auch allgemein sind so viele besondere Charaktere in diesem Film enthalten, wie man es heutzutage selten noch sieht. An dieser Stelle muss man natürlich auch das Drehbuch loben, das übrigens von Bono, dem Sänger von U2 und Nicholas Klein geschrieben wurde. Der Soundtrack stammt ebenfalls von Bono und lässt somit "The Million Dollar Hotel" rundum gut glänzen.

Bei diesem Film passt einfach alles! Das beginnt bei der Handlung, geht über die schauspielerischen Leistungen und den Soundtrack und endet bei der tadellosen Kameraführung. Nur in welches Genre ordnet man diesen Streifen nun ein? Das ist gar nicht mal so leicht, denn schließlich ist es ein Wim Wenders Film. Thriller? Ja, sicherlich, aber typisch schockender Thriller ist es nicht. Liebesfilm? Das auch, die Geschichte von Tom Tom und Eloise ist einfach herzzerreißend und dramatisch. Womit wir auch schon beim Drama wären: Denn auch dies ist dieser Film. Alles in Allem ist "The Million Dollar Hotel" keine leichte Kost, ein Film, den man zwar versteht, über den man sich im Nachhinein aber dennoch weiter Gedanken macht. Ein Film, den man nicht so schnell vergisst. Letztendlich wird man diese Film nur lieben oder hassen können, wir haben uns für lieben entschieden!

Unser Fazit

Deutscher Regisseur zwischen Erfolg und Kritik mit vielfältigem Werk.

Ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern! Diesen Film vergisst man so schnell nicht!

Jana (Spielemagazin.de)

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