H.P. Lovecrafts Saat des Bösen Review

Lovecraft-Verfilmung im Zweiten Weltkrieg auf italienischer Farm



Wieder einmal werden wir mit einem Horrorfilm beglückt. Obwohl Halloween und die Zeit des großen Gruselns schon vorbei ist, wird heute der Film "Saat des Bösen" auf Herz und Nieren geprüft. Die Verfilmung der Geschichte "Der Schatten aus dem All" von H.P. Lovecraft ist gewiss keine Millionenproduktion und trotzdem möchte der Film sich gegen die anderen Horrorfilme durchsetzen. Ob ihm das gelingt, findet ihr in den nächsten Zeilen heraus.

Grusel im zweiten Weltkrieg
Die Geschichte von "Saat des Bösen" hebt sich angenehm von der durchschnittlichen Horrorkost, denn der Film spielt nicht in irgendeinem Feriencamp mit pubertierenden Teenagern sondern auf einer Farm in Italien. Das hört sich komisch an, aber die Story passt ausgezeichnet zu diesem Setting. Doch um was geht es überhaupt? Während dem zweiten Weltkrieg leben Pietro und Lucia auf ihrer isolierten Farm zusammen mit der geistig zurückgebliebenen Schwester Alice.

Der beschwerliche Alltag und der Schmerz über den Bruder, der an der Front kämpft, setzen der Familie stark zu. Doch plötzlich scheint alles besser zu werden, denn die Früchte gedeihen prächtig, Pietro kann sein kaputtes Knie wieder bewegen und Alice spricht wieder. Was erst wie ein Segen Gottes erscheint, wendet sich langsam zur Hölle auf Erden, denn die Familie hat unwissentlich uralte und diabolische Mächte freigesetzt.

Spannender Grusel mit Schwächen
"H.P. Lovecrafts Saat des Bösen" kann durchaus mit seiner Geschichte überzeugen. Der Grusel entwickelt sich langsam zu seinem höhen Punkt und überzeugt im Ende mit ausgewogenen Kampfszenen. Die auch durchaus brutal sein können, was auch erklärt warum der Film ab 16 Jahren freigegeben ist. Insgesamt ist der Film durchaus ansehnlich, jedoch merkt man ihm an diversen Stellen sein geringes Budget an.

Die Atmosphäre jedoch ist sehr stimmig, denn das ländliche und beschwerliche Leben wird gut porträtiert und passt perfekt in die gesamte Geschichte. Lediglich die Leuchteffekte, die das "Böse" darstellen, sind relativ billig und stellen einen großen Bruch der Atmosphäre dar. Doch letztlich kommt dies glücklicherweise seltener vor und die anderen Effekte sind sehr gut gelungen. Es wurde das begrenzte Budget also voll und sinnvoll ausgeschöpft.

FAZIT

Der Horrorstreifen "H.P. Lovecrafts Saat des Bösen" kann durchaus Horror-Fans überzeugen. Die Geschichte ist interessant, auch wenn sie keine bahnbrechende Wendungen bietet, die Schauspieler sind durchgänig gut und das Setting passt. Also ein solider Streifen für einen gruselige Abende, obwohl es eher wenige Schockmomente gibt, die einen wirklich überraschen. Für Genre-Fans trotzdem ein sehenswerter Film, der auch Fans von H.P. Lovecraft interessant sein kann.

Cyran (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 78%
Lovecraft-Verfilmung im Zweiten Weltkrieg auf italienischer Farm

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