Ein Kind in einer Welt voller Gewalt
Die Geschichte spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der Polizeiroboter das Verbrechen bekämpfen. Einer dieser Roboter, Chappie, wird durch ein Experiment mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und entwickelt ein eigenes Bewusstsein – mit der Unschuld und Neugier eines Kindes. Doch anstatt in einer geschützten Umgebung zu lernen, landet er mitten in den Händen einer Gangsterbande, die ihre eigenen Pläne mit ihm hat. Während Chappie versucht zu verstehen, wer er ist und was es bedeutet, "menschlich" zu sein, wird er in eine Welt aus Gewalt, Loyalität und Manipulation gezogen.Visuelle Wucht und ein unverwechselbarer Stil
Blomkamp bleibt sich treu: Die Welt von Chappie sieht roh und glaubwürdig aus, irgendwo zwischen heruntergekommenen Straßenecken und Cyberpunk-Ästhetik. Die Mischung aus realistischer Kameraarbeit und nahtlosen Cgi-Effekten lässt Chappie fast schon greifbar wirken – als wäre er wirklich dort. Der Kontrast zwischen der fortschrittlichen Technik und dem urbanen Dreck sorgt für eine bedrückende, aber auch einzigartige Atmosphäre.Will man über Chappie sprechen, kommt man nicht an Ninja und Yolandi vorbei. Die beiden Musiker von Die Antwoord spielen sich selbst – als kriminelles Duo, das den naiven Roboter aufzieht und ihn dabei mehr wie einen Straßengangster als eine Maschine behandelt. Ihre schrille Art mag nicht jedermanns Geschmack sein, doch sie verleihen dem Film eine Extraportion Wahnsinn. Auf der anderen Seite steht Dev Patel als idealistischer Wissenschaftler und Hugh Jackman als eiskalter Militärfanatiker, die Chappies Existenz aus völlig gegensätzlichen Perspektiven betrachten.



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