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Dick Boss Review

Einzigartiger Comic-Krimi mit 12 Autoren und 16 Bildern als Inspirationsquelle.


25.04.2011  Redaktion  5 Likes  0 Kommentare 
Du bist auf der Suche nach einem "anderem" Comic. Irgendwas Besonderes, etwas was man so noch nicht gesehen hat oder zumindest etwas nicht ganz so alltägliches - nicht ganz so banales - wie so viele andere Comics. Nun, dann haben wir einen Tipp für dich...

Dick Boss
Inspiriert von der Figur des holländischen Privatdetektivs Dick Bos, einer Comic-Serie - geschaffen von dem Zeichner Alfred Mazure (1914-1974) -, die in den Vierzigerjahren bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts in Holland sehr populär war, hat Nicolas Mahler eine Art "Kurzkrimi" in 16 Bildern geschaffen.

Diese 16 Zeichnungen wurden an 12 Autorinnen und Autoren weitergegeben, welche sie beliebig anordnen konnten und mit Text versehen haben. Mit dem ihnen eigenen literarischen Zugang haben sich die Autorinnen und Autoren der Herausforderung des Comic-Genres gestellt: Entstanden sind so 12 überaus originelle Stories, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: vom Liebesdrama bis zum Schriftsteller mit Schreibblockade, vom Postbeamten, der von einer Chefinspektor-Karriere träumt bis zu einem kurzen Abriss über das Sterben und wie das denn so sei.

Und in der Tat: "Dick Boss" is wirklich beeindruckend. Wie gesagt: Es sind 12 mal immer dieselben 16 Bilder, nur jedesmal von einem anderen Autoren mit Text versehen. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Ideen zu diesen Bildern waren, obwohl die Auswahl ja nun wirklich nicht groß ist. Dennoch ist es den Autoren gelungen ein rundum gelungenes Gesamtkunstwerk zu schaffen, welches seine Kraft vor allem aus eben dieser Faszination bezieht, wissend, das dies die Ausgangssituation war.

Die Zeichnungen sind auf das Wesentliche beschränkt, bieten aber den Autoren genügend Spielraum für eigene Variationen der Geschichte. Es ist sehr interessant, was die Autoren daraus gemacht haben. Das gleiche Bild: Mal steigt ein Detective durch das Fenster bei einem Mordopfer ein, mal flüchtet ein Postbost (aus demselben Fenster) vor der Heiratswut seiner Bekanntschaft, mal hat einer einfach nur den Schlüssel vergessen. So bunt werden dann auch die Geschichten: Mysteriös, dann wieder lustig. Dann wieder todernst und irgendwie traurig, die nächste befremdlich und vielsagend.

Unser Fazit

Einzigartiger Comic-Krimi mit 12 Autoren und 16 Bildern als Inspirationsquelle.

Bemerkenswerte Idee. Erfrischend anders. Man kann nur staunen über das kreative Genie von Zeichner und Autoren. Daumen hoch.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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