Tempest Rising Review

Ein modernes Comeback der Echtzeitstrategie



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Wer die goldenen Zeiten von Command & Conquer oder Red Alert vermisst, wird bei Tempest Rising sofort ein DĂ©jĂ -vu erleben. Das Spiel von Slipgate Ironworks und 3D Realms ist kein bloßer Nostalgie-Trip, sondern eine liebevolle, technisch moderne Hommage an das klassische RTS-Genre – inklusive Basisbau, Ressourcensammlung und frenetischer Gefechte. Zwei große Einzelspielerkampagnen mit insgesamt 22 Missionen und eine Vielzahl an Mehrspielermodi bringen die IntensitĂ€t alter Tage zurĂŒck – diesmal in gestochen scharfer Unreal Engine 5-Optik.

Zwei Fraktionen, ein Konflikt

Die Geschichte spielt in einer alternativen Gegenwart nach einem nuklearen Konflikt. Zwei Machtblöcke kĂ€mpfen um die Kontrolle ĂŒber die mysteriöse Ressource „Tempest“, die Energie und Verderben zugleich verspricht. Auf der einen Seite steht die technisch ĂŒberlegene Global Defense Force (GDF) – quasi das „GDI“-Pendant –, auf der anderen die martialische Tempest Dynasty, die stark an die Bruderschaft von Nod erinnert. Beide Fraktionen bieten eigene Spielmechaniken, Einheiten und Upgrades, was fĂŒr strategische Vielfalt sorgt.

Die Kampagnen werden mit aufwendig inszenierten Missionsbriefings, Rendersequenzen und authentischem Soundtrack begleitet – komponiert unter anderem von C&C-Legende Frank Klepacki. Zwar fehlen die kultigen FMV-Zwischensequenzen alter Tage, doch AtmosphĂ€re und StilgefĂŒhl stimmen.
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Altbekannt, aber besser

Spielerisch orientiert sich Tempest Rising eng an den Mechaniken klassischer Echtzeitstrategie: Basen errichten, Rohstoffe abbauen, Truppen kommandieren. Doch Slipgate Ironworks gelingt es, den alten Stil mit moderner Steuerung, intuitivem Interface und taktischer Tiefe zu verknĂŒpfen. Jede Einheit besitzt besondere FĂ€higkeiten, und clevere Mikrosteuerung wird mit entscheidenden Vorteilen belohnt.

Highlights sind dabei die ikonischen Einheiten – etwa der GDF-Trebuchet, eine Mischung aus Mammut- und Belagerungspanzer, oder die Reparaturfahrzeuge der Dynasty, die Basen in Echtzeit wieder aufbauen können. Hinzu kommen zahlreiche Upgrades, die dauerhaft freigeschaltet werden und die Spielweise jedes Mal verĂ€ndern.
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Technisch ein Musterbeispiel

Tempest Rising nutzt die Unreal Engine 5, verzichtet aber bewusst auf ĂŒberladene Features wie Nanite oder Lumen – und das zahlt sich aus. Die Performance ist makellos, Ladezeiten sind kurz, und selbst auf Mittelklasse-Hardware lĂ€uft das Spiel flĂŒssig. Besonders gelungen sind die Explosionseffekte, das dynamische Licht und die klar erkennbare Einheitensilhouette – wichtig fĂŒr prĂ€zise Gefechte.

Zudem ĂŒberzeugt die musikalische Untermalung mit treibenden Gitarrenriffs und orchestralen Elementen, die nahtlos zwischen ruhiger Aufbauphase und hitziger Schlacht wechseln.

SchwÀchen mit Retro-Charme

So sehr Tempest Rising die Klassiker ehrt, so sehr bleibt es ihnen auch verhaftet. Die Story ist vorhersehbar, die Charaktere blass – ein charismatischer Bösewicht wie Kane fehlt. Auch die Missionsvielfalt bleibt im gewohnten Rahmen, von Basisverteidigung ĂŒber Kommandounternehmen bis zu Großangriffen. Dennoch: Die solide Kampagnenstruktur, die abwechslungsreichen Karten und der stetige Fortschritt halten die Motivation hoch.

FAZIT

Tempest Rising ist das Spiel, das Command & Conquer nie geworden ist: schnell, strategisch, technisch sauber und voller Liebe zum Genre. Slipgate Ironworks liefert hier kein Remake, sondern eine wĂŒrdige Weiterentwicklung des klassischen RTS-Gedankens. Perfekt fĂŒr Veteranen – und ein idealer Einstieg fĂŒr Neulinge, die wissen wollen, warum diese Art von Spielen einst die Welt beherrschte.

snaggy (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 83%
Ein modernes Comeback der Echtzeitstrategie
Einzelwertungen
Gameplay
82
Grafik
84
Sound
82
Steuerung
84

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