Pirateville Review

Neues Mysteryville von Purple Hills!



Pirateville aus dem Hause Purple Hills ist der legitime Nachfolger von Mysteryville und, wie könnte es anders sein, vom gleichen Team. Das bei gleichem Publisher, gleichem Team und ähnlichem Namen auch ein ähnliches Spiel herauskommt, war zu erwarten. Dies sollte allerdings nicht in Vorurteilen münden sondern eher die Vorfreude erhöhen.

Pirateville ist ein typischer Vertreter der Beschäftigungsspiele. Also ein Spiel dass man eben mal kurz oder auch länger spielen und jederzeit unterbrechen kann um später an der gleichen Stelle weiterzumachen. Erzählt wird die Geschichte des Matrosen Jack, der unvermittelt mitten im liebevoll eingerichteten Krämerladen seinen alten Mentor wiedertrifft, der ihn um einen klitzekleinen Gefallen bittet. Gegen ein gewisses Entgelt möge Jack sich doch bitte auf die Suche nach einer geheimnisvollen Schachtel machen und diese für Kaptain Rackham besorgen. Was es mit dieser Schachtel und ihrem Inhalt auf sich hat, bildet die Hintergrundgeschichte für Pirateville.

Geister, Schätze und ominöse Mitstreiter
Jack beginnt seine Suche nach der Schachten, nicht ohne den vorher für ihn typischen Dialog mit scharfer Zunge geführten Dialog mit dem Kapitän. Um an die Schachtel zu gelangen, soll er zuerst im Krämerladen ein wenig aufräumen und erstmal alle Flaschen finden die sich dort verstecken. Aufgabe für Jack ist nun, in einem bestimmten Zeitlimit die vorgegebene Anzahl Flaschen, die sich in dem Hintergrundbild verstecken zu suchen und aufzunehmen. Ist dies geschafft, geht es in ähnlicher Weise weiter. Nun müssen andere Gegenstände gefunden werden, diese sind allerdings mit Namen angegeben und müsen erst in ein Bild umgesetzt werden bevor man sie finden kann. Ist dies geschafft geht es mit einer neuen Suche weiter, diesmal sind die Konturen der Gegenstände angegeben und müssen im Hintergund gesucht werden.

Im Lauf der Geschichte trifft Jack viele verschiedene Personen an verschiedenen Orten der Pirateninsel. Geister gehören ebenso dazu wie Wahrsagerinnen und abstruse Krämer. Alle Figuren stellen jack an verschiedenen Orten ähnliche Aufgaben. Dazu gehören die erwähnten Suchbilder in verschiedener Ausführung, kleinere Puzzle in denen Teile eines Ganzen gedreht, vertauscht oder verändert werden müssen. Auch Zurodnungsaufgaben werden gestellt, hier müssen dann Dinge sortiert oder zu Paaren geordnet werden. Die Aufgabenvielfalt ist keineswegs unednlich sondern beschränkt sich auf wenige Muster. Durch die Reihenfolge ergibt sich die Abwechslung bzw. die Hintergrundgeschichte die weiterhin mittels Monologen oder Dialogen erzählt wird, hält den Spieler bei der Sache.

Technischer Hintergrund
Pirateville ist ein einfaches Spiel. Es besteht aus wenig Bewegung sondern aus verschienenen Hintergrundbildern, die die verschiedenen Orte auf der Insel repräsentieren. Die Bilder sind allesamt liebevoll gezeichnet und sprühen vor Details. Alle auftretenden Personen fügen sich nahtlos in die Hintergründe ein und entsprechen so ziemlich genau dem Klischee, die Wahrsagerinn sieht daher genau so aus wie sich der landläufige Mensch eine Wahrsagerin vorstellt. Untermalt wird die gesamte Geschichte von einer durchaus passabel klingenden Hintergrundmusik und an verschiedenen Stellen von eingstreuten Soundsamples. Geisterauftritte bringen eigenen Sound mit der es sogar schafft so etwas wie Gruselatmosphäre zu schaffen.

Für den Anwender ist die Arbeit leicht, das Spiel wird komplett mit der Maus und der linken Maustaste gesteuert. Abspeichern ist nicht notwendig, man kann an jeder beliebigen Stelle unterbrechen und später bei genau dieser Aufgabe weiterspielen. Auch werden verschiedene Spieler unterstützt, die mit Hilfe weniger Mausklicks jederzeit gewechselt werden können. Spielstände gibt es keine, der Fortschritt in den Abschnitten genannten Leveln zeigt aber an, wo man sich ungefährt im Spiel befindet. Für den Fall eines erneuten Durschspielens kann man die teilweise langen Monologe überspringen. Die Reihenfolge der Aufgaben bleibt identisch, allerdings verändern sich die zu suchenden Objekte auf den Bildern so dass man nicht exakt das Gleiche wie beim vorherigen Mal machen muss.

FAZIT

Pirateville ist ein einfach gestricktes aber deswegen in keinster Weise unspannendes Spiel. Die Zielgruppe ist klar definiert, Kinder im Alter zwischen 6 und 14. Und für genau dieses Zielgruppe bietet Piratevile entsprechenden Inhalt. Eine spannende Piratengeschichte mit den genreüblichen Stilelementen, schön gezeichnete Bilder und eine passende Hintergrundmusik. Wer die Geschichte nachspielen möchte muss sich durch zahlreiche Einzelaufgaben in 30 Leveln arbeiten und dabei immerwiederkehrende Teilaufgaben mit mehr oder weniger identischem Schwierigkeitsgrad lösen. Immer wieder gut für ein kleines Spiel zwischendurch, wenn auch evtl. Ein wenig langatmig geworden.

Zaphod (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 42%
Neues Mysteryville von Purple Hills!
Einzelwertungen
Gameplay
42
Grafik
43
Sound
45
Steuerung
41

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Release 2008-05-09
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