Panzerfront Barbarossa 1941 - 1945 Review

Kampfpanzer-Action



Schon die Verpackung von "Panzerfront Barbarossa 1941-1945" erinnerte mich an "Panzer Elite Action". Im Wesentlichen handelt es sich hierbei auch um dasselbe Spiel, zumindest was das Gameplay angeht. Es geht darum in actionreicher Manier einen schweren Panzer durch das feindliche Gebiet zu steuern und alles wegzuputzen, was sich einem in den Weg stellt. "Panzerfront Barbarossa 1941-1945" aus dem Hause Ice Bytes Games / Purple Hills und erstmalig aufgelegt im Jahre 2005 muss sich dem Quervergleich zu "Panzer Elite Action" (Silberaward mit 87%) stellen.

Ab in den Kampf!

Ohne große Umschweife wirft das Spiel einen ins kalte Wasser, denn nach einem kurzen Ladescreen, der zugleich das Missionbriefing darstellt befinden wir uns auf dem Schlachtfeld. Das Ziel jeder Mission: Erreiche mit deinem Panzer den Zielpunkt. Klingt einfach ist es aber nicht, denn der Weg dahin ist gepflastert mit gegnerischen Geschützen, Soldaten und natürlich Panzern. Die Steuerung des Kolosses erfolgt über die WASD-Tasten und stellt damit Action- und Shooterspezialisten nicht vor große Umstellungsprozesse. Den Geschützturm bedienen wir mit der Maus und können so unser Ziel ins Visier nehmen und per Maustaste feuern.

Insgesamt wiederholt sich diese Grundaufgabenstellung in 6 historischen Missionen und mehreren Teilabschnitten. In dieser Zeit lernt man drei Panzermodelle kennen, die sich vom Feeling her aber spielerisch kaum unterscheiden. Leider gibt es zu den Panzermodellen keinerlei Hintergrundinfos oder Animationen, was man auch bei den Mission-Briefings ziemlich vermisst. Es kommt einfach nicht die richtige Atmosphäre auf, was aber für ein Spiel dieser Art, auch wenn es an der Grenze zum Casual Game rangiert, schon wünschenswert gewesen wäre.

Hat man sich erstmal mit der einfachen Steuerung vertraut gemacht nimmt man einfach Kurs auf sein Ziel und dabei alles aufs Korn, was sich feindlich gesinnt zeigt. Sieht man den gegnerischen Panzer (dank der Radarmap im rechten oberen Bildschirmbereich) zuerst ist man klar im Vorteil. Dann heisst es: Einfach draufhalten und Dauerfeuer. Nach einigen Treffern sollte der Kerl in Rauch aufgegangen sein. Das kann einem selbst aber auch reichlich schnell passieren, auch wenn einige Reparatur- und Munitionskisten herumstehen. Das reicht meistens nicht und es erwischt einen häufiger als es einem lieb sein kann.

Grafik und Sound

Grafisch macht "Panzerfront Barbarossa 1941-1945" vor allem im Quervergleich zu "Panzer Elite Action" einen eher "mauen" Eindruck. Die Panzer sind wenig detailiert umgesetzt und vor allem bei Flora und Fauna hat man gespart. Zwar gibts Büsche und Bäume aber die wirken unecht, pixelig und hässlich. Auch sonst bewegt sich das grafische Niveau leicht unterhalb des MIttelmaßes. Rauch, Feuer und Explosionen sind nicht schön anzusehen und machen das Spiel zu einem "Augengraus".

Der Soundtrack zu einem Spiel ist Geschmackssache, schon immer gewesen. So kann man über Musik vorzüglich streiten, aber uns hat sie schlichtweg nicht gefallen. Zwar passt sie sich stylistisch ins Spiel ein, wirkt aber eher zweitklassig. Dafür sind die Soundeffekte im Spiel nicht gänzlich schlecht, eine gesunde Wertung im Mittelfeld ist die Folge.

FAZIT

"Panzerfront Barbarossa 1941-1945" ist aus dem Jahre 2005 und wurde nun neu aufgelegt. Das Spiel kostet rund 7 Euro. In diesem Licht betrachtet mag man zunächst denken ein Schnäppchen gemacht zu haben, aber unterm Strich lohnt es sich nicht. "Panzer Elite Action" ist technisch wie spielerisch deutlich besser und vermag es ambitionierte Panzerpiloten länger an den Bildschirm zu fesseln. Das Spiel ist ebenfalls für unter 10 Euro erhältlich.

Redaktion (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 48%
Kampfpanzer-Action
Einzelwertungen
Gameplay
57
Grafik
39
Sound
51
Steuerung
64

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