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Formula E: Electric Evolution Review

Sechs Stadtkurse und drei Epochen bringen elektrischen Rennsport ins Spiel


19.08.2026  Redaktion  PS5  0 Likes  0 Kommentare 
Formula E: Electric Evolution Review Bild Formula E: Electric Evolution Review Screenshot Formula E: Electric Evolution Review Foto

Mit Formula Legends - Formula E: Electric Evolution erweitert Entwickler 3DClouds sein stilisiertes Rennspiel um eine offiziell lizenzierte Interpretation der elektrischen Formelrennserie. Auf der PS5 erwartet Dich ein Simcade-DLC, der die Fahrzeuge, Teams und Stadtkurse der Formula E mit eigenen Regeln verbindet. Der erste Eindruck wird vor allem durch das strategische Energiemanagement geprägt, denn schnelle Rundenzeiten allein führen nicht automatisch ins Ziel.

Die offizielle Formula E zieht in Formula Legends ein
Formula Legends - Formula E: Electric Evolution bildet die Saison 2025/26 mit zehn offiziellen Teams, den dazugehörigen Fahrern, Lackierungen und Sponsoren ab. Das Erscheinungsbild der Rennserie bleibt trotz der stilisierten Proportionen des Hauptspiels erkennbar. Gleichzeitig fügt sich das Paket in die vorhandenen Spielmodi ein, sodass die neuen Inhalte in der Karriere, im Einzelrennen und im Zeitfahren zur Verfügung stehen.

Die Erweiterung behandelt die Formula E als weitgehend eigenständigen Bereich. Ihre Fahrzeuge treten auf den neuen Strecken gegeneinander an, während die regulären Wagen aus Formula Legends dort nicht eingesetzt werden können. Umgekehrt bleiben auch die elektrischen Rennwagen von den bisherigen Kursen getrennt. Dadurch entsteht innerhalb des Hauptspiels eine klar abgegrenzte Meisterschaft mit eigenen Abläufen.

Drei Generationen erzählen die Geschichte elektrischer Rennwagen
Der Fuhrpark umfasst Fahrzeuge aus drei Entwicklungsstufen der Formula E. Du kannst mit Gen1, Gen2 und dem aktuellen Gen3 EVO antreten. Die Modelle zeigen, wie sich Karosserie, Aerodynamik und Auftritt der Serie über mehrere Generationen verändert haben. Vor jedem Rennen wählst Du das gewünschte Team und damit auch die entsprechende Lackierung aus.

Die Fahrzeuge werden aus der vertrauten, leicht erhöhten Perspektive gesteuert. Beschleunigung und Verzögerung fallen bei den elektrischen Boliden unmittelbar aus, während die schmalen Strecken wenig Raum für Korrekturen lassen. Die verschiedenen Generationen besitzen eigene Modelle und technische Eckdaten, bleiben beim grundlegenden Fahrgefühl aber eng miteinander verwandt.

Sechs Stadtkurse verlangen saubere Bremspunkte
Zum Paket gehören Berlin-Tempelhof, Tokio, London ExCeL, São Paulo, Miami und Shanghai. Damit konzentriert sich Formula Legends - Formula E: Electric Evolution auf Stadtkurse und temporäre Rennanlagen. Mauern, enge Kurvenfolgen und kurze Geraden bestimmen entsprechend den Rhythmus der Rennen. In London führt die Strecke zudem durch Innen- und Außenbereiche des Messegeländes.

Die Streckenführung verlangt frühes Einlenken und kontrollierte Beschleunigung am Kurvenausgang. Wer eine Schikane zu optimistisch anfährt, verliert Schwung oder berührt direkt die Begrenzung. Windschatten und Überholmanöver bleiben wichtig, doch die begrenzte Breite vieler Abschnitte macht eine gute Vorbereitung des Angriffs erforderlich.

Attack Mode verwandelt die Ideallinie in eine taktische Entscheidung
Der Attack Mode bildet eine zentrale Besonderheit der Formula E ab. Um ihn zu aktivieren, musst Du eine markierte Zone abseits der gewöhnlichen Ideallinie durchfahren. Dabei nimmst Du zunächst einen weiteren Weg in Kauf, erhältst anschließend aber vorübergehend mehr Leistung für Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit.

Je nach Renndistanz ist der Attack Mode ein- oder zweimal vorgeschrieben. Du entscheidest selbst, wann Du die Aktivierungszone nutzt. Das kann während einer freien Runde geschehen oder unmittelbar vor einem geplanten Überholmanöver. Auch Deine computergesteuerten Gegner aktivieren das System zu unterschiedlichen Zeitpunkten, wodurch sich Positionen und Abstände während des Rennens verschieben.

Batteriemanagement ersetzt den klassischen Tankstopp
Anstelle von Benzin verwaltest Du während der Rennen den Ladezustand der Batterie. Dafür stehen drei Leistungsmodi bereit. Der Hochleistungsmodus liefert mehr Tempo, verbraucht aber entsprechend viel Energie. Der Standardmodus bildet den Mittelweg, während der Sparmodus die Reichweite auf Kosten der Geschwindigkeit verlängert.

Die verbleibende Energie wird direkt im Bildschirmbereich des Fahrzeugs angezeigt. Dadurch kannst Du während einer Geraden den Verbrauch prüfen und den gewählten Modus anpassen. Ziel ist es, die Ziellinie mit möglichst wenig Restenergie zu erreichen, ohne vorher an Leistung zu verlieren. Ein dauerhaft aggressiver Einsatz des stärksten Modus verlangt daher eine spätere Sparphase oder einen zusätzlichen Boxenaufenthalt.

Pit Boost bringt zusätzliche Energie ins Rennwochenende
Bestimmte Rennen verwenden den Pit Boost. Nach einem Boxenstopp erhältst Du zusätzliche Energie, musst dafür allerdings Zeit in der Boxengasse einplanen. Der gewonnene Ladestand kann anschließend für mehrere Angriffe oder beinahe eine komplette Runde mit höherem Leistungsabruf eingesetzt werden.

Wann der Boxenstopp erfolgt, bleibt Dir überlassen. Ein früher Besuch verschafft freie Fahrt, kann Dich jedoch hinter langsamere Fahrzeuge zurückwerfen. Ein später Stopp ermöglicht zunächst die Nutzung des Verkehrs und Windschattens. Die KI-Fahrer setzen ihre Stopps ebenfalls zu verschiedenen Zeitpunkten an, sodass die tatsächliche Reihenfolge oft erst in der Schlussphase sichtbar wird.

Double Header verdoppeln den Kampf um Streckenkenntnis
Die Erweiterung übernimmt auch die Double-Header-Wochenenden der Formula E. Dabei werden zwei getrennte Rennen auf demselben Kurs ausgetragen. Beide Veranstaltungen besitzen eine eigene Qualifikation und eine neue Startaufstellung. Deine Kenntnisse der Strecke bleiben damit relevant, während sich die Ausgangslage für das zweite Rennen verändern kann.

In der Qualifikation zählt eine möglichst freie und energieeffizient vorbereitete Runde. Auf den kurzen Kursen begegnet Dir regelmäßig Verkehr, weshalb der Zeitpunkt des schnellen Versuchs eine Rolle spielt. Im anschließenden Rennen kommen Attack Mode, Batterieverbrauch und mögliche Boxenstrategie hinzu.

Karriere und Zeitfahren erweitern den elektrischen Rennalltag
Die neuen Veranstaltungen sind in die Karriere eingebunden und können darüber hinaus als einzelnes Rennen gestartet werden. Möchtest Du zunächst die Strecken kennenlernen, steht das Zeitfahren zur Verfügung. Hier konzentrierst Du Dich auf Bremspunkte, Kurvenradien und die Wahl einer möglichst direkten Linie, ohne gleichzeitig Energie für eine komplette Renndistanz einteilen zu müssen.

Im Einzelrennen bestimmst Du Strecke, Fahrzeug und Team direkt. Dadurch lassen sich unterschiedliche Generationen oder Strategien ohne längeren Karrierefortschritt ausprobieren. Online-Multiplayer ist nicht der Schwerpunkt des Pakets; die Inhalte richten sich überwiegend an Einzelspieler und den Vergleich eigener Rundenzeiten.

Zwei Steuerungsprofile passen das Fahrverhalten an
Auf der PS5 nutzt Formula Legends - Formula E: Electric Evolution die Steuerungsgrundlage des Hauptspiels. In den Einstellungen kannst Du zwischen zwei Fahrprofilen wechseln. Eine Variante orientiert sich am ursprünglichen, bewusst beweglichen Fahrverhalten, während die alternative Abstimmung direkter auf Lenkbefehle reagiert.

Das DualSense-Gamepad überträgt Beschleunigung, Bremsen und Lenkung über die üblichen analogen Eingaben. Fahrhilfen und Schwierigkeitsoptionen erlauben eine Anpassung an Deinen Erfahrungsstand. Auf den engen Stadtkursen entscheidet vor allem die Dosierung beim Anbremsen darüber, ob das Fahrzeug stabil bleibt oder die Kurvenbegrenzung berührt.

Offizielle Lackierungen treffen auf einen Miniaturstil
Grafisch bleibt das DLC der Gestaltung von Formula Legends treu. Die Rennwagen besitzen verkürzte, spielzeugartige Proportionen, tragen aber die offiziellen Farben und Sponsoren ihrer Vorbilder. Auch bekannte Merkmale der verschiedenen Fahrzeuggenerationen werden in dieser Form wiedergegeben.

Die sechs Schauplätze setzen auf erkennbare Streckenmerkmale, Absperrungen, Tribünen und städtische Kulissen. Informationen zu Batteriestand, Leistungsmodus und Attack Mode werden während der Fahrt eingeblendet. Damit bleiben die strategischen Werte auch dann erreichbar, wenn Du Dich auf eine enge Kurvenkombination konzentrierst.

Elektrischer Klang begleitet den Kampf um jede Kilowattstunde
Akustisch unterscheidet sich die Erweiterung von klassischen Motorsportinhalten. Statt röhrender Verbrennungsmotoren hörst Du das hochfrequente Antriebsgeräusch der Elektrofahrzeuge, Reifengeräusche und Kontakte mit den Streckenbegrenzungen. Das Sounddesign vermittelt dadurch die technische Ausrichtung der Rennserie und gibt zugleich Rückmeldung über Geschwindigkeit und Traktion.

Musik und Menüklänge orientieren sich am Hauptspiel. Während des Rennens stehen die Fahrzeuggeräusche und akustischen Hinweise im Vordergrund. Zusammen mit den eingeblendeten Energiewerten entsteht eine Rennstruktur, bei der Du Tempo, Batteriestand und Streckenposition fortlaufend gegeneinander abwägst.

Unser Fazit

Sechs Stadtkurse und drei Epochen bringen elektrischen Rennsport ins Spiel

Formula Legends - Formula E: Electric Evolution überträgt die Besonderheiten der elektrischen Rennserie nachvollziehbar in das Simcade-Konzept. Attack Mode, Batteriemanagement, Pit Boost und Double Header sorgen dafür, dass sich die Rennen strategisch vom Hauptspiel unterscheiden. Die sechs Stadtkurse sind abwechslungsreich angelegt, während die offiziellen Teams und Lackierungen gut zum Miniaturstil passen. Weniger überzeugend sind die nicht immer deutlich spürbaren Unterschiede zwischen den drei Fahrzeuggenerationen und die strikte Trennung von den übrigen Strecken und Wagen. Gelegentliche KI-Kollisionen sowie wenig günstige Boxenentscheidungen können das Feld zusätzlich auseinanderziehen. Die alternative Steuerungsabstimmung reagiert direkter, erreicht auf engen Passagen aber nicht durchgehend die gewünschte Präzision. Insgesamt ist das DLC eine inhaltlich klar umrissene und taktisch interessante Ergänzung für Spieler, die bereits Formula Legends besitzen.

Redaktion (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 81%
Einzelwertungen
Gameplay
86
Grafik
83
Sound
76
Steuerung
79

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Release 30.04.2026
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