Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ist deswegen so beliebt, weil man sich leicht damit tut, Partei zu ergreifen. Man hat ein natürlich angeborenes Gesprüt dafür, welcher Seite man eher angehören will und wer der Bösewicht ist. Dies trifft insbesondere auch für Kinder zu und genau dies dürfte auch die Zielgruppe des Rollenspiels "Falling Stars" sein. Die Kleinen sollen das Rätsel lüften, warum der Onkel plötzlich eine grünliche Hautfärbung bekommen hat, was vermutlich etwas mit seiner Arbeit in einer mysteriösen Mine zu tun hat...
Mysteriös, mysteriös!
Der Spieler schlüpft im Spiel in die Haut von Luna, die sich wie gesagt große Sorgen um den Onkel macht. Der will aber davon nichts hören und schickt die kleine Luna los, um die Zutaten für ein Elixier einzusammeln. Hier können einem die Dorfbewohner sehr hilfreich sein, die man jedoch mit Hilfe diverser Minigames erstmal überzeugen muss, den gewünschten Gegenstand herauszurücken bzw. weitere Tips zu geben. Die Art und Weise wie die Spielchen hierbei verknüpft werden, ist sehr schön gemacht und auch die Minigames als solche sind für Kinderaugen durchaus unterhaltsam.
Gesteuert wird Luna aus einer Art "Verfolgerperspektive" und die Welt von "Dazzleon" ist durchaus eine Erkundung wert. Liebevoll und bunt in Szene gesetzt sind es sowohl die Charaktere wie auch die Umgebung, die den Spieler schnell in seinen Bann ziehen können. Denn nach kurzer Spieldauer gesellt sich ein Tier an unsere Seite, welches wir trainieren müssen, um es für einen Kampf gegen ein Monster vorzubereiten. Diese Idee hat uns besonders gut gefallen, da hier neben dem Rollenspiel und den abwechslungsreichen Minigames noch ein entscheidendes Element hinzukommt: Der "Pokémon"-Faktor. Das Sammeln und Trainieren von kleinen, niedlich-dreinblickenden Helferlein ist ein Trend, den man nicht verneinen kann und so findet sich ein ähnliches Element auch in "Falling Stars" wieder. Gut gemacht, muss man schon sagen. Denn auf diese Weise erhält das Spiel doch bedeutend mehr Spieltiefe als man zu Beginn meinen könnte.
Grafisch sind vor allem die schön in Szene gesetzten Charaktere und Landschaften zu nennen, die eine schöne Atmosphäre aufzubauen vermögen. Einzig die Animationen und Bewegungsabläufe der Protagonisten wirken mitunter etwas hölzern oder zumindest unrealistisch. Die Hintergrundmusik macht ihrem Namen alle Ehre und begleitet das Spiel unaufdringlich und entspannt, ohne den letzten Nerv zu töten. Und auch die spielinternen Sounds passen sich ins Spielgeschehen ein.



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