Enchanted Arms Review

Rollenspiel mit Magie



Du sollst nicht Schule schwänzen. Diese Lektion müssen auch Atsuma, Makoto und Toya, allesamt Schüler der Universität in Yokohama lernen, denn eigentlich wollten die drei nur ein bisschen auf dem Jahrmarkt abhängen und nun sowas: Die Erde bebt und die "Golems" drehen durch. Was die "Golems" sind, warum die Erde bebt und ob sich Ubisofts klassisches Rollenspiel "Enchanted Arms" wirklich lohnt, zeigt unser Spieletest...

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Also: Die Golems sind künstliche Kreaturen, die von den Menschen bei den Experimenten mit Magie und Zauber erschaffen wurden und die jetzt ganz offensichtlich einen Golemkrieg anzetteln wollen. Lobenswert ist, dass man die Story von Anfang an interaktiv miterleben kann und so sehr schnell ins Spielgeschehen eingebunden wird. In diesen ersten kleinen Passagen kann man sich schonmal mit der Steuerung vertraut machen und sich weiter vorkämpfen.

Atsuma ist sozusagen die zentrale Figur. Er ist ein wenig naiv, fast tolpatschig, aber im Laufe des Spieles werdet ihr ihn noch von seiner anderen, heldenhaften Seite kennenlernen. Während Atsuma eher faul ist, ist Toya ein wahrer Musterschüler. Einser soweit das Zeugnis reicht. Makoto hingegen hat die Hosen gestrichen voll und würde am liebsten nach Hause gehen und sich die Decke über den Kopf ziehen, aber er läßt sich breitschlagen seinen Kumpels zu folgen und so beginnt deren Abenteuer.

Besonders beim Charakterdesign hat man sich auf Seiten des Herstellers sehr viel Mühe gemacht. In diesem Lichte glänzt dann auch die Story noch stärker, denn auch wenn man sie hier wegen des Gefahr des Spoilings nicht gänzlich auspacken kann, kann man auf jeden Fall festhalten: Die Story und die Erzählweise sind das Beste an "Enchanted Arms". Rundum gelungen...

Das Spielprinzip
Das Spielprinzip vertraut im weiteren Verlauf vor allem auf zahlreiche Dialoge und auf rundenbasierte Kämpfe. Im Kampfmodus wechselt die Ansicht auf eine Draufsicht auf ein in Quadrate aufgeteiltes Spielfeld. Am Anfang stehen die Figuren zufällig auf dem Feld und man fühlt sich etwas an Schach erinnert. Jede Figur hat hierbei individuelle Angriffsmuster, diese reichen von "Haue" bis zu magischen Zaubersprüchen. Auch Waffen stehen zur Auswahl, doch für alles Genannte gibt es diverse Voraussetzungen. So muss man die meisten Fähigkeiten erst erlernen, finden oder kaufen. Im Verlauf des Spiels wirds immer teurer und so steigert sich der Schwierigkeitsgrad des Spiels von ganz allein. Nach jeder Schlacht wird freundlicherweise zumindest die Lebens- und Zauberenergie wieder komplett aufgefüllt.

Geld ist jedoch nicht euer einzigstes Problem, denn dieses findet man in Truhen und Credits für erfolgreiche Kämpfe gibts noch obendrein. Ein weiteres Problem könnten die schier endlosen Dialoge sein. Um es vorwegzunehmen: Nach einer Weile wiederholen sich die meisten Dialoge und so kann man auch ohne sie auskommen, zumal sie stellenweise künstlich in die Länge gezogen scheinen.

Grafik und Sound
So viele Dialoge, das nervt. Da helfen die exzellenten Synchronstimmen schon weiter, allerdings wird leider nicht alles im Spiel synchronisiert und so kann es gut passieren, dass man Texte zu lesen bekommt, die das jährliche Pensum an Buchlektüre überschreiten (leicht übertrieben, aber die Texte sind echt SEHR lang. Wirklich.). Das Ganze kommt ann auch noch auf Englisch daher, was meist zu echten Klickorgien führt, einfach damit das Gerede ein Ende nimmt.

Die Hintergrundmusik ist zar gelungen, besticht aber nicht gerade durch Vielfalt. Soll heißen: Zu oft immer dasselbe.

Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Die Charaktere können designtechnisch voll überzeugen, allerdings wirken ihre Bewegungen mitunter etwas starr und nicht ganz realistisch. Vor allem die Kostüme jedoch und die Effekte im Kampfgeschehen können überzeugen. Gleiches gilt auch für die Szenengrafik. Alle Räume, Tunnel, Treppen, etc. sind sehr gut ins Szene gesetzt, aber irgendwie hat man bei einer Xbox 360 mehr erwartet. Die Umgebungen wirken zu oft zum Verwechseln ähnlich. Das düstere Ambiente kommt dafür aber gut rüber.

FAZIT

"Enchanted Arms" überzeugt vor allem durch eine durch und durch gelungene Story. Wer das Spiel "richtig" spielt, also die Geduld mitbringt, die meisten Dialoge zu verfolgen und Gefallen an rundenbasiertem Gameplay findet, der darf ohne grßere Bedenken zugreifen. Technisch gibt es nämlich nicht viel auszusetzen und von daher gäbe es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung, WENN, ja wenn man diesen Charakter besitzt. Die Dialoge sind nämlich auch für hartgesottene Spieler einfach zu lang und das Spielgeschehen zu wenig innovativ, um das wieder auszugleichen.

Redaktion (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 76%
Rollenspiel mit Magie
Einzelwertungen
Gameplay
70
Grafik
79
Sound
73
Steuerung
78

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