Musik
Reviews

Trentemøller - Live in Copenhagen Review

Dänischer Soundarchitekt begeistert mit unberechenbaren Elektro-Klängen.



In den Kreisen von Trance-Fans ist der Name Trentemøller längst ein Begriff. In Dänemark sowieso! Ist man aber in diesem Musikgenre nicht ganz zu Hause, hat man von diesem Künstler wahrscheinlich noch nichts gehört. Sollte sich aber ändern, denn erstens macht er ordentliche House-Musik und zweitens werden zumindest Depeche Mode Fans bald auf den Dänen aufmerksam werden, denn schließlich ist er als Support dieser Band im Juni diesen Jahres gebucht!

Aber seine Karriere ist schön längst im vollen Gange. In den letzten Jahren hat Anders Trentemøller Alben wie zum Beispiel "The Last Resort" (2006) und "Into The Great Wide Yonder" (2011) veröffentlicht und damit immer mehr Fans in seinen Bann gezogen. Vor allem zeichnet er sich damit aus, dass seine Musik nie vorhersehbar ist, sondern oft unerwartet daher kommt und dementsprechend überrascht. Aber man muss auch ehrlich sagen, dass sein Sound stellenweise genau deswegen auch gewöhnungsbedürftig ist. Genau das ist jedoch der Grund, warum sich ein Reinhören auch für Nicht-Fans des Genres lohnt! Denn mit Trentemøller erwartet den Zuhörer nicht der Trance-Einheitsbrei, den man aus diversen Clubs kennt und den man kaum voneinander unterscheiden kann, sondern Trentemøller zeigt auf, was man in diesem Genre nicht alles machen kann, wenn man ein bisschen experimentierfreudig ist.

Diese Experimentierfreudigkeit zeigt sich auch auf "Live in Copenhagen" - 9 Songs von seinem Konzert in - wer hätte es gedacht - Kopenhagen. Vor ausverkaufter Halle, versteht sich. Hauptsächlich bekommt man hier Songs zu hören, die sich auch auf "Into the great wide Yonder" wiederfinden, jedoch ist diese Special Edition besonders interessant für diejenigen, die Trentemøller demnächst vor den Depeche Mode Konzert erleben dürfen. Und Fans können sich natürlich ebenso über diese Zusammenstellung freuen!

Nun muss man aber sagen, dass die Musik nicht jeden begeistern wird. Wie bereits geschrieben, ist sie doch recht gewöhnungsbedürftig. Aber eben das macht Trentemøller aus - den Mut, Neues auszuprobieren und nicht immer den Geschmack aller treffen zu wollen. Vor allem um den Künstler kennen zu lernen lohnt sich "Live in Copenhagen", denn hier bekommt man die Vielfalt seiner Musik beigebracht!

Tracklist:
  1. The Mash and the Fury
  2. Shades of Marble
  3. ...even though you're with another Girl
  4. Past the Beginning of the End
  5. Vamp
  6. Sycamore Feeling
  7. Miss you
  8. Moan
  9. Silver Surfer, Ghost Rider go!!!

Unser Fazit

Dänischer Soundarchitekt begeistert mit unberechenbaren Elektro-Klängen.

Gewöhnungsbedürftig, aber dennoch interessant. Vor allem zum Kennenlernen ist diese Zusammenstellung sehr gut geeignet!

Jana (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 72%

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