Ein Leben voller Stolz und Wunden, das zur letzten Bilanz zwingt.
27.06.2009Sebastian8 Likes
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Ab wann ist man alt? Ab wann gehört man so deutlich zum sprichwörtlichen "alten Eisen", dass man allen anderen nur noch zur Last fällt? Gibt es das überhaupt und kann mir das auch passieren? Viele ältere Menschen landen gewollt oder ungewollt im Altersheim, werden von ihren Kindern schändlicherweise dorthin regelrecht abgeschoben. So auch in "The Stone Angel", doch Hagar Shipley (Ellen Burstyn) weht sich wie sie nur kann.
The Stone Angel So stolz und eigensinnig wie sie ihr ganzes Leben gelebt hat, so sturköpfig weigert sich die alt gewordene Hagar Shipley in ein Altersheim umzuziehen. Als ihr Sohn Marvin (Dylan Baker) sie vor vollendete Tatsachen stellt, reißt Hagar einfach aus. Sie kehrt in ihren Heimatort zurück. Die Nacht in ihrem alten verfallenen Haus ist voller Erinnerungen an das Leben, das hinter ihr liegt. Mit ihrem unbeugsamen Streben nach Unabhängigkeit und ihrem Stolz hat sie sich selbst und denen, die sie geliebt hat, viele Wunden zugefügt. Jetzt wird es Zeit, endgültig Bilanz zu ziehen.
Das Drama ist ein sehenswertes Stück Zeitgeschichte, einfühlsam erzählt und dennoch abgrundtief hart. Der Film vermag es zu berühren und rückt eine Generation in den Mittelpunkt, die in dieser schnelllebigen Zeit zu wenig Beachtung bekommen. In sofern sollte der Film auch wie eine Art "Denkzettel" funktionieren, für alle die sich wie Marvin und seine Frau benehmen. Es ist einer jener Filme, die vor allem in den stillen Momenten punkten können - und DAS ist eine Kunst für sich.
Fazit
Einfühlsames und berührendes Drama mit Oscar-Preisträgerin Ellen Burstyn. Es ist einer jener Filme, die vor allem in den stillen Momenten punkten können - und DAS ist eine Kunst für sich.
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