Von der breiten Anfrage zur gezielten Vorladung
Anders als die ersten Vorladungen, die im August pauschal Nutzungsdaten Tausender Mitglieder mehrerer Discord-Server sowie Kontodaten bei Microsoft, Discord, X und Google betrafen, richtet sich der neue Antrag laut den Gerichtsunterlagen nur noch gegen ein bis zwei konkret identifizierte Personen. In der Antragsschrift heißt es dazu:
Take-Two hat einen zusätzlichen Discord-Nutzer identifiziert und zusätzliche identifizierende Informationen zu einem zuvor identifizierten Discord-Nutzer erhalten, ebenso wie weitere Informationen zu den in der vorherigen Vorladung genannten Community-Servern, zu denen nun gezieltere Auskünfte verlangt werden.
Neu ist zudem, dass Take-Two das Gericht darum bittet, den aktuellen Antrag unter Verschluss zu halten. Zur Begründung führt der Publisher an, eine öffentliche Offenlegung der enthaltenen Informationen könnte die laufenden Ermittlungen gefährden und die mutmaßlich Verantwortlichen vorzeitig warnen. Über den Antrag auf Geheimhaltung hat das zuständige Gericht bislang nicht entschieden, die eigentliche Vorladung wurde entsprechend auch noch nicht zugestellt.
Wie es in dem Verfahren weitergeht, hängt zunächst von der Entscheidung des Gerichts über die Geheimhaltung ab. Wird dem Antrag stattgegeben, dürften weitere Details zur Identität der mutmaßlichen Leaker vorerst nicht öffentlich bekannt werden. Der Ausgang des Verfahrens dürfte dennoch weitere Rückschlüsse darauf zulassen, wie konsequent Rockstar und Take-Two gegen die Verbreitung unautorisierten Materials vor dem Release von GTA 6 vorgehen.


