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Everything is Gun!: Retro-Shooter startet stark

Der Indie-FPS weckt mit hohem Tempo weltweit frühzeitig Interesse



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Der bulgarische Indie-Shooter Everything is Gun! hat kurz nach seiner Vorstellung beim Insider Gaming Showcase international Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nur fünf Tage nach der Weltpremiere stammen laut Entwickler fast 30 Prozent der bisherigen Steam-Wunschlisten aus Japan. Die USA folgen mit einem Anteil von rund 25 Prozent. Auch aus China, Russland, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien verzeichnet das Spiel wachsendes Interesse.

Ein kleines Team trifft auf ein weltweites Publikum

Hinter Everything is Gun! steht das bulgarische Studio Incineration Productions. Das bislang präsentierte Gameplay entstand nach Angaben des Entwicklers innerhalb von etwas mehr als drei Monaten und wurde von einem dreiköpfigen Team umgesetzt. Beim Insider Gaming Showcase gehörte der Titel zu zwölf ausgewählten Weltpremieren.

Die vergleichsweise große internationale Streuung der Wunschlisteneinträge dürfte für das kleine Team ein wichtiges Signal sein. Besonders der hohe Anteil aus Japan fällt auf, da westliche Indie-Shooter dort nicht automatisch auf eine entsprechend große Zielgruppe treffen. Konkrete absolute Zahlen zu den Wunschlisteneinträgen wurden allerdings nicht genannt.
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Klassisches Shooter-Tempo trifft auf moderne Roguelite-Ideen

Spielerisch orientiert sich Everything is Gun! an schnellen Ego-Shootern der 1990er-Jahre. Statt Deckungsmechaniken, Zielhilfen oder einer separaten Sprinttaste stehen kontinuierliche Bewegung, präzise Sprünge und schnelle Reaktionen im Mittelpunkt. Bunny Hopping, Ausweichmanöver und Luftkontrolle sollen darüber entscheiden, wie lange Du in den Arenen überlebst.

Dieses klassische Grundgerüst verbindet Incineration Productions mit einem Synergie-System, das an The Binding of Isaac erinnert. Während eines Durchlaufs sammelst Du Erweiterungen, die sich miteinander kombinieren lassen und das Verhalten Deiner Waffen verändern. Aus einer einfachen Schusswaffe können so beispielsweise abprallende Projektilwände, säurehaltige Geschosse oder weitreichende Explosionen entstehen.
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Ein Gefängnisplanet macht jeden Durchlauf unberechenbar

Die Handlung führt Dich auf den zerfallenden Gefängnisplaneten A1-Ktrz. Dort wird Dein Bewusstsein in einen sogenannten Uplift-Kampfanzug übertragen. Deine Kämpfe dienen innerhalb der Spielwelt als brutale Unterhaltung für ein galaktisches Publikum.

Die Karten sollen sich nach jedem Tod neu zusammensetzen. Dadurch kannst Du Dich nicht dauerhaft auf auswendig gelernte Wege verlassen, sondern musst auf die jeweils entstehende Situation reagieren. Gleichzeitig überwachen die Verteidigungssysteme des Gefängnisses Deine Leistung. Räumst Du Bereiche besonders schnell, reagiert das Spiel unter anderem mit koordinierten Flankenangriffen und zusätzlichen Jägereinheiten. Auch die Musik soll sich dynamisch an das steigende Tempo anpassen.
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Deine stärksten Durchläufe werden zu neuen Gegnern

Eine Besonderheit ist das asynchrone Revenge-System. Schließt Du einen erfolgreichen Durchlauf mit einer besonders wirkungsvollen Kombination aus Waffen und Erweiterungen ab, kann das Spiel Deine Ausrüstung, Bewegungsmuster und Spielweise speichern. Daraus entsteht ein Geister-Boss, der später in den Sitzungen anderer Spieler auftauchen kann.

Damit soll die Konkurrenz nicht allein über klassische Bestenlisten stattfinden. Stattdessen können besonders erfolgreiche Builds und Spielweisen unmittelbar zu einer Herausforderung für Freunde und andere Spieler werden. Wie häufig solche Geister-Bosse auftreten und welche Möglichkeiten zur Anpassung vorgesehen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
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Twitch-Zuschauer greifen direkt in das Geschehen ein

Everything is Gun! wird außerdem mit Blick auf Livestreams entwickelt. Zuschauer sollen über Twitch direkt auf einen laufenden Durchgang einwirken können. Geplant sind Abstimmungen über Modifikatoren, das Platzieren von Fallen sowie unterstützende Eingriffe, mit denen sich ein gefährdeter Lauf möglicherweise retten lässt.

Das Publikum übernimmt damit eine aktive Rolle und kann den Schwierigkeitsgrad sowie den Ablauf einer Partie beeinflussen. Welche Funktionen zum Start vollständig verfügbar sein werden, will das Studio im weiteren Verlauf der Entwicklung konkretisieren.

Veröffentlichung von Everything is Gun! für Ende 2027 geplant

Incineration Productions plant die Veröffentlichung von Everything is Gun! für das vierte Quartal 2027. Bis dahin möchte das Team die Community in die weitere Entwicklung einbeziehen und zusätzliche Einblicke in den Ausbau der Bewegungs-, Waffen- und Mehrspielersysteme geben. Der Titel kann bereits auf Steam zur Wunschliste hinzugefügt werden.

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