Ein kleines Team trifft auf ein weltweites Publikum
Hinter Everything is Gun! steht das bulgarische Studio Incineration Productions. Das bislang präsentierte Gameplay entstand nach Angaben des Entwicklers innerhalb von etwas mehr als drei Monaten und wurde von einem dreiköpfigen Team umgesetzt. Beim Insider Gaming Showcase gehörte der Titel zu zwölf ausgewählten Weltpremieren.Die vergleichsweise große internationale Streuung der Wunschlisteneinträge dürfte für das kleine Team ein wichtiges Signal sein. Besonders der hohe Anteil aus Japan fällt auf, da westliche Indie-Shooter dort nicht automatisch auf eine entsprechend große Zielgruppe treffen. Konkrete absolute Zahlen zu den Wunschlisteneinträgen wurden allerdings nicht genannt.
Klassisches Shooter-Tempo trifft auf moderne Roguelite-Ideen
Spielerisch orientiert sich Everything is Gun! an schnellen Ego-Shootern der 1990er-Jahre. Statt Deckungsmechaniken, Zielhilfen oder einer separaten Sprinttaste stehen kontinuierliche Bewegung, präzise Sprünge und schnelle Reaktionen im Mittelpunkt. Bunny Hopping, Ausweichmanöver und Luftkontrolle sollen darüber entscheiden, wie lange Du in den Arenen überlebst.Dieses klassische Grundgerüst verbindet Incineration Productions mit einem Synergie-System, das an The Binding of Isaac erinnert. Während eines Durchlaufs sammelst Du Erweiterungen, die sich miteinander kombinieren lassen und das Verhalten Deiner Waffen verändern. Aus einer einfachen Schusswaffe können so beispielsweise abprallende Projektilwände, säurehaltige Geschosse oder weitreichende Explosionen entstehen.
Ein Gefängnisplanet macht jeden Durchlauf unberechenbar
Die Handlung führt Dich auf den zerfallenden Gefängnisplaneten A1-Ktrz. Dort wird Dein Bewusstsein in einen sogenannten Uplift-Kampfanzug übertragen. Deine Kämpfe dienen innerhalb der Spielwelt als brutale Unterhaltung für ein galaktisches Publikum.Die Karten sollen sich nach jedem Tod neu zusammensetzen. Dadurch kannst Du Dich nicht dauerhaft auf auswendig gelernte Wege verlassen, sondern musst auf die jeweils entstehende Situation reagieren. Gleichzeitig überwachen die Verteidigungssysteme des Gefängnisses Deine Leistung. Räumst Du Bereiche besonders schnell, reagiert das Spiel unter anderem mit koordinierten Flankenangriffen und zusätzlichen Jägereinheiten. Auch die Musik soll sich dynamisch an das steigende Tempo anpassen.
Deine stärksten Durchläufe werden zu neuen Gegnern
Eine Besonderheit ist das asynchrone Revenge-System. Schließt Du einen erfolgreichen Durchlauf mit einer besonders wirkungsvollen Kombination aus Waffen und Erweiterungen ab, kann das Spiel Deine Ausrüstung, Bewegungsmuster und Spielweise speichern. Daraus entsteht ein Geister-Boss, der später in den Sitzungen anderer Spieler auftauchen kann.Damit soll die Konkurrenz nicht allein über klassische Bestenlisten stattfinden. Stattdessen können besonders erfolgreiche Builds und Spielweisen unmittelbar zu einer Herausforderung für Freunde und andere Spieler werden. Wie häufig solche Geister-Bosse auftreten und welche Möglichkeiten zur Anpassung vorgesehen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
Twitch-Zuschauer greifen direkt in das Geschehen ein
Everything is Gun! wird außerdem mit Blick auf Livestreams entwickelt. Zuschauer sollen über Twitch direkt auf einen laufenden Durchgang einwirken können. Geplant sind Abstimmungen über Modifikatoren, das Platzieren von Fallen sowie unterstützende Eingriffe, mit denen sich ein gefährdeter Lauf möglicherweise retten lässt.Das Publikum übernimmt damit eine aktive Rolle und kann den Schwierigkeitsgrad sowie den Ablauf einer Partie beeinflussen. Welche Funktionen zum Start vollständig verfügbar sein werden, will das Studio im weiteren Verlauf der Entwicklung konkretisieren.



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