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Roadside Research Review

Chaotische Alien-Tankstelle zwischen Management und Tarnung


03.04.2026  Redaktion  PC  11 Likes  0 Kommentare 
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Roadside Research von Cybernetic Walrus und Oro Interactive ist genau die Art Spiel, bei der du schon nach wenigen Sekunden weißt: Das wird entweder genial oder komplett schräg. Und tatsächlich ist es irgendwie beides. Du schlüpfst in die Rolle eines Aliens, das auf der Erde eine Tankstelle betreibt – als Tarnung, um menschliches Verhalten zu studieren. Klingt absurd? Ist es auch. Aber genau darin liegt der Reiz.

Zwischen Zapfsäulen, Snacks und Toilettenreinigung läuft im Hintergrund ein geheimes Forschungsprogramm. Und je mehr du deine außerirdischen Technologien nutzt, desto größer wird das Risiko, entdeckt zu werden.

Management trifft auf Chaos
Im Kern ist Roadside Research ein klassischer Wirtschaftssimulator. Du kümmerst dich um Waren, Preise, Kunden und den Ausbau deiner Tankstelle. Neue Produkte, zusätzliche Zapfsäulen und größere Verkaufsflächen sorgen für stetigen Fortschritt.

Doch das Spiel bleibt nicht lange „klassisch“. Denn parallel dazu nutzt du Alien-Technologie, um Kunden zu manipulieren oder Daten zu sammeln. Manche Tools steigern deine Einnahmen, andere liefern wichtige Forschungsergebnisse – aber alle erhöhen die Aufmerksamkeit der Behörden.

Dieses Spannungsfeld zwischen effizientem Management und verdeckter Alien-Mission macht den eigentlichen Reiz des Spiels aus.

Ständiger Druck durch das Misstrauenssystem
Ein cleveres Element ist das sogenannte Verdachtslevel. Je auffälliger du dich verhältst, desto eher tauchen Regierungsagenten auf, die deiner Tarnung auf den Grund gehen wollen. Plötzlich wird aus einem entspannten Sim ein nervöses Versteckspiel.

Gerade in hektischen Momenten entsteht eine richtig gute Dynamik: Während du draußen tankst, drinnen kassierst und gleichzeitig versuchst, deine Alien-Geräte zu verstecken, wächst der Druck spürbar. Diese Mischung aus Alltag und Chaos funktioniert erstaunlich gut.

Alleine machbar, zusammen deutlich besser
Was schnell auffällt: Roadside Research ist klar auf Koop ausgelegt. Alleine hast du extrem viel zu tun. Du rennst zwischen Kasse, Zapfsäulen und Lager hin und her, während gleichzeitig Kunden warten und Chaos entsteht.

Mit mehreren Spielern hingegen entfaltet sich das volle Potenzial. Aufgaben lassen sich aufteilen, Kommunikation wird wichtig – und gleichzeitig passieren genau die Situationen, die das Spiel so unterhaltsam machen. Einer vergisst, die Alien-Technologie zu verstecken, der nächste löst Panik aus – und plötzlich steht ein Agent vor der Tür.

Solo ist das Spiel solide, im Koop aber deutlich besser.

Viel Inhalt, aber noch Luft nach oben
Für ein Early-Access-Spiel bietet Roadside Research bereits erstaunlich viel. Zahlreiche Upgrades, viele Items und unterschiedliche Technologien sorgen für Abwechslung und Fortschritt.

Trotzdem merkt man dem Spiel seinen Entwicklungsstatus an. Komfortfunktionen fehlen teilweise, das Platzieren von Objekten ist manchmal umständlich und kleinere Bugs tauchen immer wieder auf. Auch langfristig fehlt aktuell noch etwas Tiefe, um dauerhaft zu motivieren.

Die Grundlage stimmt aber definitiv – und mit weiteren Updates kann hier noch einiges wachsen.

Atmosphäre und Präsentation passen
Optisch überzeugt das Spiel mit einem klaren, leicht humorvollen Stil. Die Tankstelle wirkt lebendig, Kunden und Fahrzeuge bringen Bewegung ins Geschehen und die vielen Details sorgen für eine stimmige Welt.

Auch der Sound trägt seinen Teil dazu bei. Hupende Autos, Kassen-Geräusche und Umgebungsgeräusche schaffen eine glaubwürdige Atmosphäre. Besonders schön: Die kleinen Details, die den Alltag in der Tankstelle lebendig machen.

Ein ungewöhnliches Konzept mit viel Charme
Was Roadside Research besonders macht, ist die Kombination aus Simulation und Humor. Es ist kein klassischer Wirtschaftssimulator – und auch kein reines Koop-Chaosspiel. Es liegt genau dazwischen.

Diese Mischung funktioniert überraschend gut, auch wenn sie noch nicht perfekt ausbalanciert ist. Gerade die Idee, Alltag mit absurdem Alien-Gameplay zu verbinden, bleibt im Kopf.

Roadside Research ist ein herrlich schräges Spiel, das dich mit seiner Idee sofort packt. Eine Tankstelle führen und gleichzeitig Menschen erforschen? Klingt verrückt – spielt sich aber erstaunlich gut. Besonders im Koop entstehen richtig starke Momente voller Chaos, Stress und Lacher. Solo wirkt das Ganze dagegen schnell überfordernd und etwas repetitiv. Dazu kommen typische Early-Access-Schwächen wie kleinere Bugs und fehlende Komfortfunktionen. Trotzdem: Die Basis stimmt, das Gameplay macht Spaß und das Potenzial ist klar erkennbar. Wenn du Lust auf ein ungewöhnliches Sim-Spiel hast – am besten mit Freunden – solltest du hier definitiv reinschauen.

Punktewertung

Gameplay
76
Grafik
75
Sound
75
Steuerung
74

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