Automatisierte Workflows statt manueller Prompts
In der digitalen Werbewelt sind Ausrichtung und Auslieferung von Anzeigen bereits seit Jahren weitgehend automatisiert. Die tatsächliche Videoproduktion erwies sich bisher jedoch als zäher Prozess. Selbst moderne KI-Tools verlangen meist, dass Anwender die Kernaussage, das Skript und die visuelle Planung der einzelnen Szenen selbst erarbeiten und manuell ausformulieren. Bei umfangreichen Kampagnen mit zahlreichen Varianten fließt der Großteil der Arbeitszeit somit in das Verfassen präziser Prompts und das Anpassen von Entwürfen, bevor das Rendern überhaupt beginnt.OpenClips setzt direkt an der Informationsquelle an: Das System analysiert die angegebene Produktseite, liest Bildmaterial, Produktmerkmale sowie die angestrebte Marktpositionierung aus und entwickelt darauf aufbauend ein vollständiges Storyboard – Szene für Szene. Auf diese Weise sollen fertige Werbevideos entstehen, ohne dass manuelle Prompt-Eingaben oder eigene Dreharbeiten erforderlich sind.
Dan Petkovic, Geschäftsführer des Unternehmens, beschreibt das Konzept folgendermaßen:
Derzeit gibt es keinen schnelleren Weg, aus einer Produktseite eine produktionsreife Anzeige zu erstellen. Jedes andere Tool präsentiert ein leeres Prompt-Feld und nennt das kreative Freiheit. Man sollte einfach einen Link einfügen können und etwas bekommen, das man tatsächlich direkt einsetzen kann.
Kombination von über 45 KI-Modellen
Hinter dem Werkzeug steht das Unternehmen Coinis, das nach eigenen Angaben über 13 Jahre Erfahrung im Mediaeinkauf für Performance-Marketing verfügt. Dieses Hintergrundwissen soll sich in der Ausrichtung der Plattform widerspiegeln, die speziell auf conversion-starke Werbemittel und Marketingkampagnen ausgelegt ist, anstatt bloße Konzept- oder Demovideos zu liefern.Ein zentrales Merkmal der Plattform ist die Integration von mehr als 45 unterschiedlichen Video- und Bildmodellen unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche. Anstatt mehrere eigenständige Abonnements bei verschiedenen KI-Anbieter-Plattformen zu verwalten, können Anwender alle Werkzeuge über eine zentrale Schnittstelle bedienen. Das System wählt für jede einzelne Aufnahme automatisch das Modell aus, das für die jeweilige Anforderung am besten geeignet ist – sei es für fotorealistische Darstellungen oder für präzise kontrollierte Bewegungsabläufe. Die Verwaltung von Bild- und Videomaterial erfolgt über eine gemeinsame Bibliothek und ein einheitliches Guthaben-Konto.
Zudem stellt die Plattform ihre zugrunde liegenden Workflows frei zur Verfügung. Nutzer erhalten Zugriff auf Prompts, Referenzbilder und verwendete Modelle, um eigene Anpassungen vorzunehmen oder bestehende Abläufe zu kopieren und für neue Produkte anzupassen. Für die kommerzielle Nutzung in Werbekampagnen, Kundenprojekten oder auf monetarisierten Kanälen beinhalten die kostenpflichtigen Tarife entsprechende kommerzielle Lizenzen.


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