Tabs wandern an die Seite
Bei der klassischen Darstellung reiht Chrome geöffnete Tabs horizontal am oberen Rand des Browserfensters aneinander. Je mehr Webseiten geöffnet werden, desto kleiner werden allerdings die einzelnen Tabs - und irgendwann sind von den Seitentiteln kaum noch Informationen zu erkennen.Genau hier setzt die neue vertikale Darstellung an. Nach der Aktivierung erscheinen die geöffneten Tabs in einer Seitenleiste. Durch den zusätzlichen horizontalen Platz können längere Tabtitel dargestellt werden, sodass sich geöffnete Webseiten schneller voneinander unterscheiden lassen.
Auch die Verwaltung von Tabgruppen soll dadurch übersichtlicher werden. Google richtet die Funktion damit insbesondere an Anwender, die häufig mit zahlreichen gleichzeitig geöffneten Tabs arbeiten.
Mit vertikalen Tabs werden die geöffneten Webseiten in einer übersichtlichen Seitenleiste statt am oberen Fensterrand dargestellt.
Seitenleiste lässt sich verkleinern
Wer nicht dauerhaft einen größeren Teil des Browserfensters für seine Tabs reservieren möchte, kann die vertikale Seitenleiste minimieren. Anschließend bleibt lediglich ein schmaler Streifen mit den jeweiligen Symbolen der geöffneten Webseiten sichtbar. Bei Bedarf lässt sich die Leiste wieder erweitern, um die vollständigen Bezeichnungen der Tabs anzuzeigen.Damit kombiniert Chrome zwei unterschiedliche Arbeitsweisen: Wer möglichst viel Platz für Webseiten benötigt, hält die Leiste kompakt. Wer dagegen mit vielen Tabs arbeitet und Wert auf eine bessere Übersicht legt, kann die vollständige Seitenleiste eingeblendet lassen.
So aktiviert ihr vertikale Tabs in Chrome
Die neue Ansicht lässt sich unkompliziert einschalten. Dazu genügt ein Rechtsklick auf die bisherige Tableiste. Im anschließend eingeblendeten Kontextmenü befindet sich die Option „Tabs vertikal anzeigen“. Nach der Auswahl verschiebt Chrome die geöffneten Tabs vom oberen Fensterrand in die seitliche Leiste.Sollte die Option bei euch noch nicht erscheinen, kann sich ein Blick auf die installierte Chrome-Version beziehungsweise auf ausstehende Updates lohnen. Neue Chrome-Funktionen werden von Google teilweise schrittweise für Nutzer bereitgestellt.
Chrome übernimmt ein bekanntes Browser-Konzept
Die Idee vertikaler Tabs ist grundsätzlich nicht neu. Andere Browser setzen bereits seit einiger Zeit auf vergleichbare Möglichkeiten zur Organisation vieler gleichzeitig geöffneter Webseiten. Für Chrome-Nutzer bedeutet die Integration dennoch eine praktische Erweiterung, da dafür keine zusätzliche Erweiterung installiert werden muss.Besonders auf großen oder breiten Monitoren kann die seitliche Anordnung sinnvoll sein. Während horizontaler Platz meist ausreichend vorhanden ist, bleibt am oberen Bildschirmrand mehr Raum für die eigentliche Browser-Oberfläche.
Für Nutzer mit nur wenigen geöffneten Webseiten dürfte sich dagegen wenig ändern. Wer regelmäßig mit einer großen Zahl von Tabs und Tabgruppen arbeitet, bekommt mit der neuen Darstellung eine interessante Alternative zur klassischen Chrome-Tableiste.


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