Organische Produktion in den Chapel Studios
Für die Aufnahmen von "Cinema" zog es die Band in die britischen Chapel Studios. Zusammen mit dem Produzenten Andy Savours, der bereits mit namhaften Größen wie My Bloody Valentine, den Arctic Monkeys und den Killers zusammengearbeitet hat, entstand das Album im Laufe des Jahres 2025. Das grundlegende Songwriting basiert auf melodischen Entwürfen von Sänger und Gitarrist Mario Peiró, wurde jedoch im Kollektiv von allen fünf Bandmitgliedern gemeinsam ausgearbeitet.Bei der Produktion legte das Gespann besonderen Wert auf eine unverfälschte und lebendige Klangkulisse. Statt auf ein starres Metronom oder digitale Klick-Tracks zu setzen, spielten die Musiker die Stücke gemeinsam live ein, um den natürlichen Rhythmus und die feinen Dynamiken des Zusammenspiels einzufangen. Savours ermutigte die Gruppe ausdrücklich dazu, von Live-Takes auszugehen und kleine Unvollkommenheiten als wesentlichen Teil der musikalischen Energie zuzulassen.
Darüber hinaus experimentierte die Band im Studio mit verschiedenen akustischen Raumkonzepten und ungewöhnlichen Wegen der Sounderzeugung. So wurden beispielsweise die Saiten eines Flügelklaviers direkt mit den Händen angeschlagen, um besondere Klangtexturen zu erzeugen. Die Gitarrenverstärker platzierten die Musiker in unterschiedlichen Räumen des Gebäudes und nutzten die angrenzende Kapelle für zusätzliche Nachhall-Effekte. Für die Gesangsharmonien versammelten sich schließlich alle fünf Mitglieder um ein einziges Mikrofon, was den Aufnahmen eine warme und intime Qualität verleiht.
Zwischen Dream Pop, Shoegaze und cinematischen Motiven
Musikalisch knüpft "Cinema" an das Fundament des Debüts an, erweitert die psychedelische Klangpalette jedoch um luftigere und weiträumigere Elemente. Die schimmernden Gitarrentexturen, flächigen Keyboards und das organische Schlagzeug wecken Erinnerungen an Shoegaze- und Dream-Pop-Größen wie Slowdive oder Beach House. Thematisch bewegt sich das Album im Spannungsfeld aus Erinnerungen, Sehnsucht und unerfüllter Liebe, die wie Fragmente eines unvollendeten Films inszeniert werden.Im vier Minuten langen Titelstück "Cinema" verbinden Sunday, June verflochtene Gitarrenläufe mit sanft wogenden Keyboardlinien zu bittersüßem Indie-Rock. Die Melancholie zieht sich ebenso durch Stücke wie "Come Back", das durch einen schrittweisen dynamischen Aufbau und ausgefeilte Chöre besticht. Neben persönlichen Beziehungsdynamiken dienen auch Naturelemente wie das Meer, die Sonne und weitläufige Landschaften als emotionale Rückzugsorte im Verlauf des Albums.
Tracklist
- I want to Live in the Sun
- Come Back
- The Wanderer
- Jellyfish
- Reflection IV. The Sound of the Sea
- The River
- F.I.
- Cinema
- What if I Tried?
- Together (Closing)


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