Indie-Rock, Solodebüt und poetischer Pop
Den musikalischen Reigen eröffnen The Vices. Die junge Band aus Groningen widmet sich auf ihrem neuen Werk "Before It Might Be Gone" intensiven Fragen zur eigenen Identität. Nach früheren, eher sozialkritischen Themen stehen nun persönliche Veränderungsprozesse, die Suche nach Glück und die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie im Mittelpunkt der Songs. Kurz darauf meldet sich Heather Nova zurück. Mit "Breath and Air" veröffentlicht die erfahrene Musikerin ihr mittlerweile dreizehntes Studioalbum. Dich erwarten gewohnt stimmungsvolle Stücke voller Poesie, die auf eine mehr als drei Jahrzehnte umspannende Karriere blicken lassen und mit ihrem unverwechselbaren Gesang tief in deine innersten emotionalen Welten eintauchen.Ebenfalls im Februar erscheint das Solodebüt von Malte Huck unter dem Projektnamen Beachpeople. Unter dem Titel "has-been" wagt er den Schritt zum Solokünstler und verarbeitet dabei mit einer gesunden Portion Selbstironie zeitliche sowie emotionale Distanz zu vergangenen Tagen. Musikalisch breit gefächert zeigt sich zudem Sunny War mit ihrem Werk "Armageddon in a Summer Dress". Die Inspiration dafür fand sie im alten Haus ihres verstorbenen Vaters. Was zunächst nach einer unheimlichen Spukgeschichte mit unerklärlichen Geräuschen klang, entpuppte sich zwar als technisches Problem durch ein Gasleck, lieferte der Künstlerin jedoch einen prägenden kreativen Impuls, der ihren einzigartigen Sound weiter schärft.
Entschleunigung und Rückkehr zu den Wurzeln
Gegen Ende des Monats wird es dann noch einmal aussergewöhnlich umfangreich und tiefgründig. Polly Paulusma veröffentlicht mit "Wildfires" ein Mammutprojekt, das sich über drei Platten erstreckt und ihr bisher längstes Werk markiert. Die Veröffentlichung setzt ein klares Statement gegen die ständige Ermüdung durch schnelllebige Medien. Gemeinsam mit Produzent Ethan Johns reiste sie an abgelegene Orte wie Höhlen, Flussufer und Wälder, um poetische Lieder über die Liebe in all ihren Facetten naturverbunden zu untermalen.Eine ebenso intensive emotionale Reise unternimmt die Formation The Devil Makes Three. Mit ihrem siebten Album "Spirits" kehrt die Band zu ihren Wurzeln zurück und verarbeitet dabei schwere Schicksalsschläge. Frontmann Pete Bernhard musste während der Entstehungsphase den Verlust wichtiger Wegbegleiter verkraften, während auch strukturelle Veränderungen wie überwundene Drogensucht im Bandgefüge ihre Spuren hinterliessen:
Das Thema Geister und Tod zieht sich wie ein roter Faden durch das Album


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