Politischer Aufruf und gesellschaftliche Kritik
Inhaltlich befasst sich „Brothers At The Wheel“ mit bestehenden Machtstrukturen, sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausbeutung. Der Track zeichnet die Entwicklung eines politischen Bewusstseins nach – ausgehend von einem vergebliche Appell an die Machtinhaber bis hin zur Erkenntnis, dass echter Wandel nur durch gemeinschaftliches Handeln an der Basis entstehen kann. Kollektivgründer Damien Mahoney beschreibt die tiefere Bedeutung hinter dem zentralen Bild des Rades wie folgt:Wenn wir die Menschheit wirklich als eine Gemeinschaft von Gleichberechtigten betrachten, erscheint es wie der ultimative Verrat an unserer eigenen Familie, andere auszubeuten, zu unterdrücken und zu schikanieren, während Strukturen geschaffen werden, die den Wohlstand in den Händen einer immer kleineren, nicht rechenschaftspflichtigen Minderheit konzentrieren. Das Rad im Titel ist genau dieses System – eine Maschine, die gebaut wurde, um sich immer weiter für Profit und Macht zu drehen, völlig ungeachtet der Kosten für Menschen, Gemeinschaften oder unseren Planeten.
Vielschichtiges Klanggewand und namhafte Mitwirkende
Musikalisch zeichnen sich Caulbearers seit jeher durch ihren konsequenten Do-it-yourself-Ansatz und eine breite Mischung aus Einflüssen aus. In ihren Kompositionen verschmelzen Elemente aus Soul, Funk, Hip-Hop, Dub, Nu Jazz, Folk und Post-Punk. Bei „Brothers At The Wheel“ spiegelt sich die inhaltliche Dringlichkeit direkt in der Instrumentierung wider: Ein treibender Rhythmus aus Schlagzeug und Perkussion verwebt sich mit Bass, Tasteninstrumenten und Gitarriff-Fragmenten.Im zweiten Teil des Stücks vollzieht der Song einen Tempowechsel und öffnet sich für einen wortlosen Gesang der Folkmusikerin Ruth Blake. Begleitet von ansteigenden Streicher-Arrangements mit Cello und Violine baut sich die Komposition dynamisch auf, bevor sie schließlich ausklingt. Neben Damien Mahoney an den Vocals wirkten bei den Aufnahmen auch Stefan Skrimshire am Cello, Will Lenton an den Tasteninstrumenten, Anton Hunter an den Gitarren, Grenville Harrop am Schlagzeug, Dan Mitchell am Bass, Gavin Mullan an der Perkussion sowie Olivia Moore an der Violine mit.
Auch hinter den Kulissen setzt das Projekt auf erfahrene Akteure der Musikbranche. Das Stück wurde von Damien Mahoney und Chris Hamilton bei Toast Recordings, in den Padded Cell Studios sowie von Seadna McPhail im Airtight Studio aufgenommen. Für den Mix zeichnet Seadna McPhail verantwortlich, der zuvor bereits mit Acts wie Badly Drawn Boy, Everything Everything oder den Happy Mondays zusammengearbeitet hat. Das Mastering übernahm Jim Spencer in den Eve Mastering Studios, bekannt durch seine Arbeit für New Order und Johnny Marr.


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