Zwischen den musikalischen Welten
Wer die bisherige Diskografie der Formation aus dem Süden Englands aufmerksam verfolgt hat, weiß um deren bemerkenswerte stilistische Wandelbarkeit. Die im Jahr 2022 veröffentlichte Debüt-EP „Float“ präsentierte einen noch sehr rastlosen Sound, der stark von den Wurzeln des energiegeladenen Post-Punks genährt wurde und durch seine schroffe Dynamik bestach. Nur ein Jahr später folgte mit dem Nachfolger „Lock Eyes And Collide“ ein spürbarer Richtungswechsel. Plötzlich traten unruhige Tremolo-Gitarren und wilde, fast jazzige Saxophon-Improvisationen in den Vordergrund, die eine weitaus vielschichtigere und experimentierfreudigere Seite der Band offenbarten. Auf dem nun angekündigten Langspieler fließen diese gegensätzlichen Strömungen zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk zusammen. Maßgeblich geprägt wird dieser Sound auch durch die Zusammenarbeit mit Produzent Dan Carey, dessen exzentrische Produktionsideen der Platte einen unverwechselbaren, hypnotischen Charakter verleihen.Die Vergänglichkeit als kreativer Antrieb
Inhaltlich widmet sich „All In The Game“ großen und zugleich sehr persönlichen Fragen des Menschseins. Im Zentrum steht die intensive Auseinandersetzung damit, wie wir unsere begrenzte Lebenszeit auf der Erde begreifen und nutzen. Dazu liefert Bassist Caspar Swindells einen tiefen Einblick in die thematische Ausrichtung der Songs:Die Zeit wird verbracht, die Zeit wird verschwendet, die Zeit rennt dir davon – doch gleichzeitig realisierst du, dass du selbst aus der Zeit machst, was sie ist.
Tracklist
- Ambergrin
- Railway
- All In The Game
- Sundog
- Pale Blue Dot
- Acid
- Slouch
- Out Of Sight
- Tiny Flies
- Dream Pixel
- Time's Wasting


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!