Verarbeitung einer düsteren Vergangenheit
Inhaltlich setzt sich "Lion's Den" intensiv mit den Nachwirkungen eines traumatischen Lebensabschnitts auseinander. Sänger und Songwriter Josh Harrison verarbeitet in dem Stück seine Jahre in einer Endzeit-Sekte. Während das Debütalbum der Band, "In Venus' Train", vor allem den schwierigen Prozess der eigentlichen Loslösung und des Ausstiegs thematisierte, richtet die neue Single den Blick auf die Phase danach. Es geht um das Aufarbeiten von Wut, Enttäuschung, Verrat und der jahrelang aufgestauten Manipulation.Für Harrison stellt der Track eine Zäsur dar, da er erstmals ein Lied direkt aus einem Gefühl des Zorns heraus verfasst hat. Der Songschreiber beschreibt die Entstehung des Stücks als Befreiungsschlag:
Ich habe noch nie zuvor einen Song aus Wut heraus geschrieben. Aber Lion's Den ist langsam in mir hochgekocht. Das Ausformulieren beim Schreiben war wie das Öffnen eines Ventils für eine unter Druck stehende Wut. Der Verrat, die Manipulation und der Groll, die ich fest geschnürt und getarnt als Scham in mir eingesperrt hatte – dieser Song wurde zum Ventil für all das. Es fühlt sich sehr therapeutisch an, diese Gefühle nun in die Welt zu entlassen.
Einzigartiger Sound auf akustischer Basis
Musikalisch bewegen sich Takeda in einer ganz eigenen Nische. Das Trio, bestehend aus Josh Harrison (Gesang und Gitarre), David Woodgett (Bass) und Charlie Wilson (Schlagzeug), setzt dabei auf einen erstaunlichen Kontrast: Filigranes Fingerpicking im Stile von Bert Jansch trifft auf verzerrte Riffs, Fuzz-Effekte und drückende Breakdowns. Das Besondere daran ist, dass dieser schwere Rock-Sound vollständig auf einer akustischen Gitarre erzeugt wird. Harrison nutzt dafür seit seinem 14. Lebensjahr dasselbe Instrument, das somit zum prägenden Element des Bandklangs im Studio und auf der Bühne geworden ist.Der Anspruch, sich musikalisch von anderen Künstlern abzuheben, ist fest im Selbstverständnis der Band verankert. Harrison betont die Konsequenz beim Songwriting:
Wenn wir gemeinsam Songs arrangieren und an den Punkt kommen, an dem wir das, was wir tun, eindeutig der Musik von jemand anderem zuordnen können, verlieren wir meist schlagartig das Interesse und der Song landet im Papierkorb. Wir haben den dringenden Wunsch, nach nichts anderem zu klingen als nach Takeda.


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