Musik

Norwegischer Black Metal: Infernal melden sich zurück

Nach Jahren des Schweigens veröffentlicht die Band die EP „aVe“.



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Foto: Berserk. Mehr zum Thema Transparenz.

Die norwegische Untergrund-Szene bekommt frischen Nachschub aus den kalten Schatten des Extrem-Metals. Die Black-Metal-Band Infernal hat mit „aVe“ ihre erste offizielle Veröffentlichung seit Jahren vorgelegt und setzt dabei konsequent auf einen kompromisslosen, an den neunziger Jahren orientierten Sound. Wenn du Fan von rohem und ungeschliffenem Extrem-Metal bist, dürftest du bei diesem Namen definitiv aufhorchen, taucht die Formation doch nach einer langen Phase der Stille wieder auf der Bildfläche auf.

Erschienen ist die EP über das Label Hellstain Productions und steht ab sofort digital zum Abruf bereit. Wenn du den traditionellen, urwüchsigen Klang des skandinavischen Black Metals schätzt, bekommst du hier genau die Art von unpolierter Energie geboten, die viele moderne Veröffentlichungen oft vermissen lassen. Infernal waren bisher vor allem für einige schwer greifbare Demo-Aufnahmen bekannt, weshalb diese neue EP einen spannenden Meilenstein darstellt.

Aufgenommen im Aber Studio

Hinter dem neuen Werk steckt ein kreativer Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt hat. Entstanden sind die Stücke in den Jahren 2023 und 2024 während zweier separater Aufnahmesessions im Aber Studio. Dabei hat die Band bewusst darauf verzichtet, den Sound durch übermäßige Studiopolitur glattzubügeln. Stattdessen steht der rohe Charakter im Vordergrund, der dich direkt an die frühen Tage der Genre-Historie erinnert und keinerlei Kompromisse eingeht.

Inhaltlich bietet dir die EP insgesamt drei nagelneue Songs, die von jener animalischen Energie angetrieben werden, welche die Anfänge des Black Metals maßgeblich geprägt hat. Als besonderes Extra enthält die Veröffentlichung zudem eine Bonusversion des Tracks „Dominator“, die das musikalische Paket stimmig abrundet. Für eine passende atmosphärische Einbettung sorgt darüber hinaus ein spezielles Intro: Dabei handelt es sich um ein Mephisto-Sample, das direkt aus dem Horrorfilm „Alucarda“ aus dem Jahr 1977 entlehnt wurde und dich unmittelbar in die düstere Klangwelt zieht.

Auch visuell und produktionstechnisch zeigt sich die Band handfest aufgestellt. Das Coverfoto wurde von Berserk eingefangen, der sich neben seiner visuellen Arbeit auch maßgeblich an der Co-Produktion und am Mix des gesamten Materials beteiligt hat. Damit liegt das Projekt in vertrauten Händen, die genau wissen, wie der spezifische Sound aus dem norwegischen Underground transportiert werden muss.

Einblick in den Underground

Mit „aVe“ knüpfen Infernal an jene seltenen Aufnahmen an, die sie in der Szene zu einem Geheimtipp machten. Statt sich an modernen Konventionen zu orientieren, geht die Gruppe den konsequenten Weg zurück zu den Wurzeln des Genres. Das Ergebnis ist eine Veröffentlichung, die sich klar gegen unnötigen Hochglanz stellt. Wenn du dich in diesem musikalischen Bereich bewegst und nach handgemachter Härte suchst, findest du hier einen interessanten Neuzugang für deine Playlist. Hellstain Productions bietet über die üblichen Kanäle entsprechendes Material an, um das Release zu verbreiten.

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