Zwischen den Welten: Vom elektronischen Ambient zu folkigen Erzählungen
Schon mit ihren früheren EPs wie „Rushing“ und „Rain’s Break“ machte die Künstlerin im Jahr 2021 international auf sich aufmerksam und spielte seither auf renommierten Festivals wie Glastonbury, SXSW und Rewire. Ihre Musik zeichnete sich bisher vor allem durch opulente Gesangsschichten und flächige Ambient-Soundscapes aus. Für ihr kommendes Debütalbum hat sich jedoch einiges verschoben. Nach einer bewegten Phase mit Umzügen von Bristol über Norwich bis hin zu ihrem heutigen Wohnort im nordenglischen York fand Gooch zu einer deutlich greifbareren, materielleren musikalischen Ausrichtung.Viele der Stücke auf „Desert Window“ entstanden ursprünglich aus spontanen Gesangsimprovisationen, aus denen die Musikerin nach und nach fesselnde Narrative destillierte. Dabei ließ sie sich unter anderem von mittelenglischer Poesie wie „The Names of the Hare“ sowie von den prägnanten Bildern in Leonora Carringtons Roman „The Hearing Trumpet“ aus dem Jahr 1974 inspirieren. Musikalisch bewegen sich die insgesamt acht Stücke in einem faszinierenden Spannungsfeld: Sie verbinden die ätherischen Harmonien von Kate Bush und den Cocteau Twins mit den warmen Dur-Akkorden von Vangelis, während gleichzeitig Anklänge an den Folk-Ambient von The Third Ear Band und italienische Kult-Filmmusiken von Goblin mitschwingen.
Im Zentrum des Albums steht wie gewohnt ihre markante Stimme, mit der sie auf diesem Longplayer intensiver experimentiert als jemals zuvor. Sie selbst beschreibt diesen kreativen Ansatz so:
In größerem Maße wurde dies zu einem Experiment, meine Stimme auf eine erzählerischere Weise einzusetzen und dabei gleichzeitig vage zu bleiben.
Die Möglichkeiten der Welt, die sich über einen Abend hinweg andeuteten, als ich Arpeggiatoren auf dem Prophet schichtete, Synthie-Akkorde improvisierte und dann eine Schleife aus einem Bewusstseinsstrom mit halb formulierten Wörtern erstellte.
Live-Termine und vollständige Titelliste
Begleitend zur Veröffentlichung des Albums plant Lucy Gooch im Frühjahr einige ausgewählte Live-Shows im Vereinigten Königreich, bei denen sie unter anderem gemeinsam mit Alabaster DePlume auftritt. Ein besonders intimes Konzert findet zudem am 12. Juni im Londoner Servant Jazz Quarters in Dalston statt. Wer sich das Album direkt anhören möchte, findet die acht Stücke, die unter anderem von Cargo Records Germany vertrieben werden, ab dem Veröffentlichungstag im Handel und auf den gängigen Streaming-Plattformen.Tracklist
- Like Clay
- Night Window
- Night Window - Part 2
- Keep Pulling Me In
- Jack Hare
- Clouds
- Our Relativity
- Desert Window


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