Im Zentrum des Albums steht eine atmosphärische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Post-Lockdown-Ära, räumlicher Distanz und nostalgischen Rückbezügen. Im Gespräch tauschten sich Nayar und Keith über fundamentale Themen wie den Buddhismus, den Hinduismus und musikalische Erinnerungen an ihre eigene Jugend aus. Diese Einflüsse prägen den Sound des Langspielers, der sich wie ein unwirklicher, flüchtiger Traum anfühlt. Es geht um Vergänglichkeit, das Verarbeiten von emotionalen Wunden und die feinen Nuancen des Sich-Wiederfindens. Die Musik erinnert an eine alte Narbe, über die man gedankenverloren mit den Fingern streicht – schmerzhaft, aber zugleich vertraut und heilend. Die Songs greifen das Gefühl auf, sich an jemanden festzuhalten, den es womöglich nie ganz gab, und spüren den unsichtbaren Fäden nach, die Menschen über große Entfernungen hinweg verbinden.
Kollaborationen und klangliche Vielfalt
Auch visuell spiegelt sich diese traumwandlerische Ästhetik wider. Das Cover des Albums zeigt einen ungewöhnlichen Protagonisten: einen übergroßen, weich wirkenden Drachen mit einem breiten Grinsen, platziert vor einem schlichten Vorstadt-Garagentor. Dieses handgemachte, fast greifbare Artwork schlägt eine Brücke zwischen fantastischen Elementen und der realen Welt, genau wie die Klanglandschaften, die dich auf der Platte erwarten. Die visuellen und akustischen Ebenen verschmelzen hier zu einer kohärenten Einheit, die zum Eintauchen einlädt.Für die Entstehung des Albums haben sich Nayar und Keith ein beeindruckendes Aufgebot an Gastmusikerinnen und -musikern ins Boot geholt. Zahlreiche hochkarätige Kollaborationen prägen die Tracklist und verleihen dem ohnehin schon facettenreichen Sound eine zusätzliche emotionale Tiefe. Von verträumten Vocals bis hin zu experimentellen Klangstrukturen spannt das Album einen weiten Bogen, der Liebhaberinnen und Liebhaber von tiefgründiger, texturierter Musik ansprechen dürfte. Das Werk verspricht eine vielschichtige Reise durch verschiedene emotionale Zustände, die von melancholischer Schwere bis zu überraschenden lichten Momenten reicht und die Grenzen traditioneller Songstrukturen gekonnt dehnt.
Tracklist
- Give-upping (ft. Julianna Barwick)
- Blue Rags, Raging Wind (ft. Amigone)
- Serpentine (ft. Cassandra Croft)
- No more to see (ft. June McDoom)
- [it could happen]
- It's Change (ft. Willy Siegel, Katie Dey & Julianna Barwick)
- Traces in the window (ft. ASPIDISTRAFLY)
- whole30
- Fight Club
- Disiniblud [as is most (bimbo it out)]
- My flickering gift to you (ft. Tujiko Noriko)


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!