Filme

Tragikomödie „Danke für nichts“ feiert Premiere

Stella Marie Markerts Abschlussfilm läuft beim Filmfest München



Tragikomödie „Danke für nichts“ feiert Premiere Bild Tragikomödie „Danke für nichts“ feiert Premiere Screenshot Tragikomödie „Danke für nichts“ feiert Premiere Foto

Das Filmfest München hält in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ eine spannende Weltpremiere bereit. Mit der Tragikomödie „Danke für nichts“ präsentiert Regisseurin und Autorin Stella Marie Markert einen Film, der sich auf intensive und unkonventionelle Weise mit den Themen Jugend, Freundschaft und extremen Lebensentwürfen auseinandersetzt. Im Zentrum der Handlung steht eine betreute Wohngruppe, in der vier junge Frauen versuchen, sich fernab jeglicher gesellschaftlicher Vorgaben eine eigene, anarchische Welt aufzubauen.

Anarchische Utopie in der Wohngruppe

Die Figuren könnten kaum unterschiedlicher sein und bringen jeweils ihre ganz eigene Last in das gemeinsame Zusammenleben ein. Da ist zum einen Malou, gespielt von Zoe Stein, die nach einem einschneidenden Erlebnis in frühester Kindheit komplett stumm geblieben ist. An ihrer Seite agieren Ricky, verkörpert von Safinaz Sattar, die bereits mit 13 Jahren den Entschluss gefasst hat, ohne Eltern in Deutschland zu leben, sowie Victoria als Inbegriff einer extremen Wohlstandsverwahrlosung, dargestellt von Sonja Weißer. Komplettiert wird das Quartett durch Katharina, deren Rolle Lea Drinda übernommen hat. Katharina wollte ursprünglich niemals das achtzehnte Lebensjahr erreichen, doch dieser Geburtstag steht nun unmittelbar bevor.

Gemeinsam haben sich die Freundinnen einen Gegenentwurf zu Schule, Eltern und starren Regeln geschaffen. Ein halbherziger Sozialarbeiter namens Ballack, gespielt von Jan Bülow, fungiert dabei als Aufpasser, der dem Treiben allerdings nur mäßig entgegenwirkt. Dieses fragile Konstrukt droht jedoch ernsthaft zu zerbrechen, als Katharinas wiederholte Selbstmordversuche und ihr bevorstehender Meilenstein das gemeinsame Gefüge auf eine harte Probe stellen. Zum weiteren Ensemble gehören neben den genannten Darstellerinnen und Darstellern auch bekannte Gesichter wie Kathrin Angerer, Sophie Rois, Trystan Pütter und Ludger Bökelmann.

Ein Herzensprojekt der Filmuniversität Babelsberg

Hinter dem Projekt steckt mehr als nur eine gewöhnliche Produktion. „Danke für nichts“ fungiert gleichzeitig als Abschlussfilm von Regisseurin und Autorin Stella Marie Markert, die an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf im Master Spielfilmregie studiert. Stella Marie Markert beschreibt ihren Ansatz mit folgenden Worten:
Danke für nichts ist ein Film über Konsequenzen. Was passiert, wenn wir handeln – oder eben nicht handeln. Ein Film, der ernste Themen halt so ernst nimmt, wie unsere Figuren gelernt haben, sich selbst ernst zu nehmen: gar nicht. Humor an Stellen, wo keiner sein darf. Es geht um Freundschaft. Und um das radikale Konzept der Bedingungslosigkeit. Eine bedingungslose Liebe zwischen Freundinnen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, aber sich gerade dafür respektieren und schätzen.
Stella Marie Markert
Du kannst gespannt sein, wie diese unkonventionelle Mischung auf der Leinwand wirkt.

Auch Producer Luc Vincent Hinrichsen, der kurz vor seinem Masterabschluss im Studiengang Film- und Fernsehproduktion an derselben Universität steht, hebt den besonderen Charakter des Werkes hervor:
Danke für nichts ist ein Staying of Age-Film über vier Jugendliche, die sich weigern in eine Welt hineinzuwachsen, die sie längst abgeschrieben hat.
Luc Vincent Hinrichsen
Produzent Marcos Kantis von Schiwago Film fügt lobend hinzu:
Danke für nichts ist wild, zärtlich und unverschämt ehrlich – wie seine Figuren. Es ist ein kraftvoller, eigenwilliger Film, der mit großer Leichtigkeit von Themen erzählt, die alles andere als leicht sind. Stella Marie Markert bringt diese Street Credibility mit, um in einem authentischen Ton das Star-Ensemble zu inszenieren und verleiht den Figuren Witz, Würde und Widerstandskraft. So etwas produzieren zu dürfen, ist ein Glücksfall.
Marcos Kantis
Hinter der Umsetzung steht die Schiwago Film in Koproduktion mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf sowie dem ZDF und der Redaktion Das kleine Fernsehspiel. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben durch Fördermittel des Medienboard Berlin-Brandenburg sowie der Young Talent Foundation Berlin.

Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!



Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt dieses Projekt. Dieser Beitrag wurde mithilfe generativer KI erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zur Transparenz.

Dies wird dich interessieren...
MagentaTV erweitert Angebot: HBO Max ab sofort integriert

Telekoms TV-Plattform bindet HBO Max mit sechs Tarifoptionen ein.



A Quiet House: Destry Allyn Spielbergs Horrorthriller startet 2026

Michelle Dockery und Giancarlo Esposito spielen im düsteren Thriller mit.



Werbefläche buchen
Weiterleitung zu YouTube
Werbefläche buchen
Captain
Pastegame von Captain am 20.09.2026 16:45
Captain
Pastegame von Captain am 19.09.2026 15:42
Captain
Letzte Updates an Spielemagazin.de von Captain am 18.09.2026 07:37
Bijou
Tag der Videospiele: Welche Games prägten dich? von Bijou am 12.09.2026 08:51
Anonymous
Tag der Videospiele: Welche Games prägten dich? von Anonymous am 12.09.2026 08:51
Redakteur werden bei Spielemagazin.de
Wir suchen Verstärkung für unsere Redaktion.

DU LIEBST SPIELE, FILME, MUSIK ODER BÜCHER? MACH MIT!

Veröffentliche Tests und News, führe Interviews oder werde Teil unseres Podcast-Teams.

Redakteur werden

Werbefläche buchen