Schwere Verletzung, Not-OP und Verstärkung am Schlagzeug
Die Entstehungsgeschichte von "Moonstruck Man" war keineswegs unkompliziert, sondern von gesundheitlichen Rückschlägen und personellen Neuanfängen geprägt. Besondere Sorge bereitete der Band im Jahr 2023 ein schwerer Unfall von Leadgitarrist Christian Livingstone. Seine musikalische Zukunft stand auf dem Spiel, da er beinahe eine Hand verlor. Nur dank eines hochspezialisierten chirurgischen Eingriffs auf höchstem Niveau konnte die Hand gerettet werden. Nach einer langanhaltenden Phase der Einschränkung und des mühsamen Einspielens steht Livingstone nun wieder an den Saiten – eine Erfahrung, die dem gesamten Bandgefüge neue Energie verliehen hat.Auch auf der Position hinter dem Schlagzeug gab es eine entscheidende Neuerung. Nachdem die Gruppe erneut einen Drummer verloren hatte, übernahm der skandinavische Musiker Adam Lindmark, bekannt von der schwedischen Hard-Rock-Band Dead Lord, fest den Platz am Schlagzeug. Um den Songs zusätzlichen Charakter zu verleihen, schauten während der Aufnahmen weitere schwedische Gastschlagzeuger vorbei. Gemeinsam liefert die Rhythmusfraktion eine enorme Bandbreite ab, die von roher Energie im Stile von The Stooges über eingängigen Powerpop-Crunch bis hin zu klassischem Proto-Rock reicht.
Aufnahmeorte in Schweden und musikalische Einflüsse
Musikalisch bündeln The Datsuns auf dem neuen Werk all ihre über die Jahre gesammelten Erkenntnisse und ihre Meisterschaft im Rockbereich. Die Musiker Phil und Dolf tüftelten gemeinsam mit skandinavischen Freunden an vielschichtig verflochtenen Gitarrenrhythmen, griffigen Hooks und mitreißenden Riffs. Der Entstehungsprozess erstreckte sich über verschiedene Standorte in Schweden und Neuseeland. Zu den genutzten Studios und Treffpunkten gehören unter anderem das Studio Gröndahl, Gold Halo, Kiki’s Castle, Riddarborgen sowie die Livingstone Boudoirs.Klanglich schöpft das Material reichlich aus der goldenen Ära des 1970er-Jahre-Rock. Der Titeltrack "Moonstruck Man" überzeugt durch prägnante Wah-Pedal-Effekte und eine scharfe elektrische Note. Stilistisch lassen sich dabei deutliche Anleihen an Legenden wie Ritchie Blackmore von Deep Purple oder Leslie West von Mountain heraushören. Der prägnante hohe Tenorgesang und die lebhaften Rhythmen erinnern zudem an die Klassiker von Rush, während schräge Glam-Rock-Facetten Reminiszenzen an Sparks und Marc Bolan wecken. Das Ergebnis ist ein extrem vielseitiges Album voller riffgeladener und tanzbarer Rock-Songs.
Tracklist
- Electric Highs
- Glide Like A Ghost
- Moonstruck Man
- Run From The Sun
- Into The Heart
- Tightrope
- Ugly Leather
- False Fiends
- Going Nowhere
- Double Vision
- A Last Echo


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