Wo der Vorgänger noch von einer ernsten und nachdenklichen Grundstimmung geprägt war, schlägt das neue Material eine spürbar gelassendere Richtung ein. Das Album entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten John Congleton, der bereits mit Bands und Künstlerinnen wie Alvvays und St. Vincent arbeitete. Zudem unterstützte Jack Antonoff das Projekt als Mentor und ermutigte Claud dazu, im Studio eine noch aktivere Rolle bei der Produktion einzunehmen. Inhaltlich verarbeitet die Musik die Erkenntnis, dass schwere Zeiten der Freude am Miteinander und dem gemeinsamen Erleben nicht im Wege stehen müssen.
Ich hatte es einfach satt, alles so ernst zu nehmen – 'Supermodels' war ein derart ernstes Album, und ich habe mich so lange in meinen Gefühlen gesuhlt. In diesem Land sind in den vergangenen Jahren schreckliche Dinge passiert, doch gerade dadurch bin ich den Menschen um mich herum nur noch nähergekommen. Die Welt hat mir gezeigt, dass das Schlimmste passieren kann – aber auch, dass es einen vielleicht näher mit der eigenen Community zusammenbringt. Es gibt einen Unterschied zwischen einem aufrichtigen Umgang mit dem Leben und der Haltung, das Leben zu ernst zu nehmen.
Romantik und Gesellschaftskritik
Die neue Auskopplung „I Owe You“ präsentiert die romantische und verletzliche Seite der kommenden Platte. Der verträumte Dream-Pop-Track verbindet das Gefühl einer entspannten Reise mit einer warmen, hingebungsvollen Atmosphäre. Insbesondere die Liedzeilen „It’s like I was born to wear your rugby sweater / And I know there’s no one to love me better“ fangen diese geborgene Stimmung ein.'I Owe You' ist ein Liebessong und fühlt sich für mich an wie ein älteres Geschwister von 'Soft Spot' und anderen Liebeserklärungen auf meinen früheren Alben.
Einen Kontrast dazu bildete die bereits im Vormonat erschienene erste Single „She Doesn’t Love Me“. Darin nutzt Claud die Metapher einer toxischen Liebesbeziehung, um gesellschaftliche und politische Beobachtungen über die USA zu verarbeiten. Im Musikvideo zu diesem Song waren zahlreiche Weggefährtinnen und Musiker aus dem persönlichen Umfeld zu sehen, darunter Clairo und Josh Mehling von der Band Shelly sowie Samia, Annie DiRusso, Hank Heaven, Josie Strick, Sammy Steiner, Harrison Allen und Camille Johnson.
Tracklist
- Gay Witchcraft
- Just Kidding
- The Legend
- She Doesn’t Love Me
- The Reach
- Spells And Fortune Tellers
- I Owe You
- I’m Too Sensitive
- Me And The Music
- Let’s End On A Good Note


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