Vom Retro-Look zu realen Höhendaten
In den ersten Testversionen erinnerte die Übersichtskarte von Salt and Soil noch stark an Klassiker der Civilization-II-Ära mit ihrer typischen Kacheloptik. Diese Retro-Grafik weicht nun einer zusammenhängenden 3D-Landschaft, die auf echten geografischen Höhendaten basiert. Gebirgsketten zeichnen sich künftig mit realistischen Hängen und verschneiten Gipfeln ab, während Flüsse natürlich durch die Täler verlaufen.Die Überarbeitung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Topografie, sondern umfasst auch das Klima und die Flora der unterschiedlichen Regionen. So erstrahlen die Appalachen in dichten Laubwäldern, während in den trockenen Weiten Nevadas typische Salbeibüsche und Wacholdergewächse gedeihen. Durch das Zusammenspiel von Relief, Beleuchtung, Biomen und prozeduralen Oberflächendetails entsteht eine glaubwürdige Repräsentation des nordamerikanischen Kontinents. Ein wichtiges Ziel der Umstellung war es laut dem Entwickler, die Ästhetik der Landschaft deutlich aufzuwerten, ohne die Lesbarkeit von Städten, Straßen und politischen Grenzen zu beeinträchtigen.
Dynamische Weltgeschichte von 1607 bis 1900
Das Grundprinzip von Salt and Soil bleibt von den grafischen Änderungen unberührt: Eine Spielrunde entspricht genau einem Jahr im Zeitraum zwischen 1607 und 1900. Du begleitest eine Familie durch die Generationen hinweg, erlebst das Entstehen neuer Siedlungen und spürst die Auswirkungen historischer Grenzverschiebungen hautnah.Großen Wert legt der Entwickler auf eine authentische Darstellung der historischen Geografie und Stadtentwicklung. So finden sich in der Spielwelt Landschaftsmerkmale wie der Lake Tahoe, während künstlich entstandene Gewässer wie der Lake Mead oder der Salton Sea fehlen, da sie erst nach der Jahrhundertwende geformt wurden. Auch Städte verhalten sich dynamisch und erscheinen erst zu ihrem tatsächlichen Gründungsjahr auf der Karte. So entstehen etwa Chicago im Jahr 1833, Sacramento 1848, Reno 1868 und Miami erst kurz vor Ende des Spielzeitraums im Jahr 1896. Zudem ändern Orte im Laufe der Jahre ihre Namen oder verschwinden ganz: New Amsterdam wird im Jahr 1664 zu New York umbenannt, während die historische Siedlung Jamestown nach 1699 wieder von der Bildfläche weicht.
Wo verlässliche historische Daten für sehr frühe Epochen fehlen, nutzt das Spiel mathematische Näherungsmodelle, anstatt eine exakte Rekonstruktion vorzutäuschen. Salt and Soil möchte auf diese Weise historisches Wissen spielerisch vermitteln, während du das Schicksal deiner Familie steuerst.


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