Prominente Unterstützung im Studio
Für die Aufnahmen von „Nobody’s Coming To Save You“ arbeiteten Gurriers in den Attica Studios im irischen Donegal sowie den Holy Mountain Studios in London. Dabei vertraute die Band auf ein hochkarätig besetztes Produktionsteam: Als Produzenten fungierten Mark Bowen, Gitarrist der britischen Post-Punk-Größe Idles, sowie Loren Humphrey (Geese, Cameron Winter). Als Toningenieur war Chris Fullard (Idles, Sunn O))) beteiligt, während der renommierte Produzent und Mixer John Congleton – bekannt durch seine Arbeiten für St. Vincent, Modest Mouse und Swans – für den finalen Mix verantwortlich war.Die Zusammenarbeit mit Mark Bowen lag für die Band nah. Schlagzeuger Pierce Callaghan ordnet die Wahl des Produzenten im Hinblick auf häufige Vergleiche ein:
Wer versteht die Musik, die wir machen, besser als jemand von Idles – der Band, mit der wir wahrscheinlich am häufigsten verglichen werden?
Vom verschwitzten Club auf die großen Festivalbühnen
Klanglich orientiert sich die Band bei der Arbeit an den neuen Songs stark an ihrer veränderten Live-Situation. Gegründet während der Pandemie, machten sich Sänger Dan Hoff, die Gitarristen Ben O'Neill und Mark MacCormack sowie Schlagzeuger Pierce Callaghan – seit 2024 ergänzt durch Bassist Charlie McCarthy – zunächst in intimen Clubkonzerten mit moshpit-tauglichen Auftritten einen Namen. Inzwischen bespielt die Formation jedoch zunehmend große Festivalbühnen und wirkt bei Arenashows als Support mit.Gitarrist Ben O'Neill erklärt, wie dieser Wandel den Produktionsansatz beeinflusst hat:
Ich hatte einfach das Gefühl, dass alles größer werden musste. Ich habe viele Interviews mit Butch Vig und verschiedenen Grunge-Bands gesehen, und sie sprachen von Schichten über Schichten von Gitarren; davon, dass Dinge riesig und dreidimensional wirken und dir direkt ins Gesicht schlagen sollen. Diese Songs sind oft bombastisch und überlebensgroß, also musste die Produktion dazu passen.
Man schreibt Songs für die Umgebung, in der man sie hören wird. Als wir noch kleine Clubs mit 250 Leuten gespielt haben, machten wir eine verschwitzte Punkplatte. Aber jetzt, wo wir größere Festivalbühnen spielen und Arenashows supporten, verändert das die Art, wie man Songs schreibt. Man denkt darüber nach, in welchem Umfeld diese Songs gehört werden und wie sie in diesem Raum funktionieren.
Album-Release und Tourdaten
Inhaltlich verknüpfen Gurriers auf dem neuen Album erneut ihre musikalische Dynamik mit einer gesellschaftskritischen Perspektive. Der Eröffnungstitel greift die Spannung der Anfangstage auf und führt sie in ein kathartisches Finale, während der Track „Pins“ als zentraler Anspieltipp herausgestellt wird. Im Spätherbst stellt die Gruppe ihr neues Material auch live auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum vor.Tracklist
- Nobody's Coming To Save You
- Party Lines
- Shades
- Pins
- Today Is Not Enough
- Drones
- Nothing Happens Twice
- Waiting for Fisher
- I Wish I Was
- Crybaby


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!