Ein fester Standort für die europäische Expansion
Luxemburg soll für Neolix künftig als zentraler Unternehmens- und Regulierungsstandort fungieren. Vor Ort baut das Unternehmen derzeit die nötige Infrastruktur auf, um den operativen Betrieb und die künftigen Flotten in verschiedenen Ländern zu steuern. Die Präsenz erstreckt sich zum Start bereits auf mehrere europäische Märkte, darunter Deutschland, Belgien, die Niederlande, Frankreich, Portugal, Luxemburg und die Schweiz. Weitere Staaten sollen in den kommenden Jahren schrittweise folgen.Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Logistikbranche in Europa unter erheblichem Druck steht. Executive President Will Zhao ordnet die europäische Initiative wie folgt ein:
Die europäische Logistikbranche steht vor einem zunehmenden Fahrermangel, während die Nachfrage nach Lieferleistungen weiter steigt. Neolix bringt umfassende Erfahrung aus der kommerziellen Skalierung in den europäischen Markt – gestützt auf eine Technologie, die bereits in großem Maßstab im realen Betrieb eingesetzt wird. Unser Engagement in Europa ist operativ, nicht experimentell. Wir sind hier, um gemeinsam mit europäischen Kunden und Partnern ein langfristiges Geschäft aufzubauen.
Autonome Logistik wird nicht von außen nach Europa gebracht – sie wird hier aufgebaut: gemeinsam mit europäischen Partnern, nach europäischen Regeln und von Teams, die gegenüber den Menschen und Gemeinschaften vor Ort Verantwortung tragen. Genau dieses Unternehmen bauen wir auf.
Antwort auf den strukturellen Personalnotstand
Dass fahrerlose Transporter wie die RoboVans von Neolix auf großes Interesse stoßen, liegt nicht zuletzt an den massiven Personalproblemen im Transportsektor. Laut dem Bericht der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) aus dem Jahr 2025 leidet die Branche unter akutem Lehr- und Fachkräftemangel. Schätzungen der International Road Transport Union (IRU) verdeutlichen die Ausmaße: Derzeit fehlen in Europa über 500.000 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer, was etwa 13 Prozent aller Stellen entspricht. Bis zum Jahr 2030 werden altersbedingt weitere 660.000 Beschäftigte ausscheiden. Schon heute müssen zwei Drittel aller Logistikbetriebe regelmäßig Aufträge ablehnen, weil schlicht das Personal fehlt.Hier setzen die autonomen L4-Fahrzeuge an. Sie sind für klar definierte, wiederkehrende Lieferfahrten im innerstädtischen Raum konzipiert und sollen Logistikunternehmen dabei helfen, ihre Kapazitäten aufrechtzuerhalten oder auszubauen, ohne zwingend auf zusätzliches Fahrpersonal angewiesen zu sein.
Tausende Fahrzeuge bereits im weltweiten Realeinsatz
Technologisch bringt das Unternehmen einiges an Praxiserfahrung mit. Weltweit hat Neolix nach eigenen Angaben bereits rund 27.000 RoboVans im Einsatz, die in mehr als 300 Städten und über 15 Ländern unterwegs sind. Zusammen haben die autonomen Fahrzeuge bereits mehr als 230 Millionen Kilometer zurückgelegt und spulen täglich über eine Million autonome Kilometer ab. Damit übertrifft die schiere Flottengröße derzeit sogar die meisten bekannten Robotaxi-Flotten.Für den erfolgreichen Einsatz in Europa erarbeitet Neolix derzeit ein lokales Ökosystem. Neben Kooperationen mit Anbietern aus den Bereichen Edge Computing, Konnektivität und digitalen Kartendiensten stehen Verhandlungen mit Händlern, Logistikern und Versicherungen an. Auch die Einhaltung europäischer Vorgaben – etwa im Hinblick auf den Datenschutz (DSGVO), künstliche Intelligenz und die Homologation der Fahrzeuge – ist fester Bestandteil des Aufbaus.


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