Zum Auftakt der Verhandlung versammelten sich am Morgen des 10. September rund 30 ehemalige Beschäftigte und Unterstützer zu einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude, bevor die eigentliche Anhörung begann. Solltest du die Vorgeschichte nicht kennen: Rockstar hatte die Kündigungen bereits im vergangenen Herbst ausgesprochen, kurz nachdem interne Informationen zu unangekündigten Projekten in einem gewerkschaftlich betriebenen Discord-Server aufgetaucht waren.
Vorwürfe von Union-Busting gegen offizielle Darstellung von Rockstar
Rockstar begründet die Entlassungen damit, dass die Betroffenen vertrauliche Unternehmensinformationen über unangekündigte Projekte weitergegeben hätten. In einer offiziellen Stellungnahme zum Prozessauftakt erklärte das Unternehmen:Einzelpersonen wurden wegen grober Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Weitergabe vertraulicher Unternehmensinformationen entlassen, nicht wegen ihrer Mitgliedschaft oder Aktivität in einer Gewerkschaft. Wir weisen die Vorwürfe zurück und werden uns vor dem Arbeitsgericht entschieden dagegen verteidigen.
Besonders eindringlich äusserte sich die frühere Rockstar-Programmiererin Rachel Crawford, die knapp zehn Jahre für das Studio gearbeitet hatte, bei der Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude. Sie beschrieb die moderne Arbeitswelt als von Angst geprägt:
Die moderne Arbeitswelt läuft auf Angst. Angst davor, den Mund aufzumachen, Angst vor Bestrafung, Angst davor, gefeuert zu werden und die eigene Existenz oder sogar das eigene Zuhause zu verlieren. Aber heute kämpfen wir gegen diese Angst.


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