Vom Frankfurter Underground nach Berlin
Die Entstehungsgeschichte der Band führt über verschiedene Stationen. Nils Svenja Thomas, geboren im Jahr 2000 in Frankfurt am Main, verbrachte etliche Jahre mit Straßenmusik, Auftritten in Kleinstadt-Pubs und Nächten in der Frankfurter Underground-Szene. Nach einem absolvierten Schauspielstudium an der Anton Bruckner Universität im österreichischen Linz zog es Thomas Anfang 2025 schließlich nach Berlin. Ein einziges Treffen mit dem Schlagzeuger und Produzenten Philipp „Phil“ Nosko reichte aus, um aus den bisher angesammelten Songskizzen, Ideen und der aufgestauten Energie ein festes Bandprojekt zu formen.Nach der ersten gemeinsamen Probe auf dem Berliner RAW-Gelände war Treibgut in der heutigen Form geboren. Die verarbeiteten Themen bewegen sich nah an der persönlichen Lebensrealität der Musiker: In den Songs geht es um Dysphorie, gesellschaftliche Wut und die Orientierung in einer Welt, die sich für viele oft falsch anfühlt. Erste gemeinsame Fahrten im Auto zu kleineren DIY-Konzerten in der gesamten Republik festigten schließlich den Pakt der Band.
Intensive Aufnahmen und ernstere Töne
Die Arbeiten am Debütalbum fanden wenig später in den Berliner L.A. Recording Studios statt. Innerhalb einer Woche nahm das Gespann die insgesamt elf Songs in kompletter Eigenregie auf. Unter anderem unterstützte Max von der Formation „Das Aus der Jugend“ den Entstehungsprozess im Studio. Soundtechnisch kombiniert die Band rohe Garage-Punk-Energie mit Grunge-Anleihen der 90er-Jahre sowie Einflüssen aus der queeren Popkultur.Mit „spiegel“ liegt nun die insgesamt dritte Auskopplung des Albums vor, nachdem zuvor bereits die Stücke „kaviar“ und „model“ erschienen waren. Während sich die ersten beiden Auskopplungen noch verspielt und ironisch zeigten, schlägt die neue Single deutlich düstere Töne an. Inhaltlich setzt sich der Track mit der Angst vor dem eigenen Körper, Dysphorie und dem Gefühl auseinander, das eigene Spiegelbild nicht mehr wiederzuerkennen. Musikalisch wird diese Thematik von berstenden Schreien im Refrain und rohen Gitarrenwänden gerahmt. Verpackt wird das Debütalbum visuell in ein babypinkes Design, das einen bewussten Kontrast zum rauen Inhalt bildet.
Herbsttour durch Deutschland und Österreich
Zuletzt stand das Duo unter anderem auf der Bühne des Berliner Pop-Kultur Festivals. Im Anschluss an die Albumveröffentlichung Ende Oktober starten Treibgut eine ausgedehnte Tournee. Die Konzertreihe führt das Zweigespann durch verschiedene Klubs in Deutschland und Österreich.Folgende Stationen sind für die Tour angekündigt:
- 22.10.2026: Berlin – OGH (Release Show)
- 25.10.2026: Fürth – Kunstkeller
- 26.10.2026: Leipzig – Plagiat
- 29.10.2026: Berlin – Schokoladen
- 31.10.2026: Coburg – Cosmos
- 05.11.2026: Wien – Venster 99
- 06.11.2026: Linz – Ann&Pat
- 14.11.2026: Hannover – tba
Tracklist
- angst
- kaviar
- verschwinden
- herz
- spiegel
- geist
- model
- dreckskind
- tauben
- du
- ende


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