Murder Ballads im Countrypolitan-Gewand
Musikalisch bewegt sich die neue Single an einer ungewöhnlichen Schnittstelle zweier klassischer US-amerikanischer Tradierungsformen. Über die Hintergründe des Stücks verraten Alexandra und Zachary James:Mit ‚Love You To Death‘ wollten wir unsere eigene Interpretation zweier sehr unterschiedlicher amerikanischer Musiktraditionen schaffen: der romantischen Unschuld des RCA‑Pop der frühen 1960er‑Jahre und der düsteren Brutalität klassischer Murder Ballads. Wir haben die rauen, makabren Geschichten von Songs wie ‚Knoxville Girl‘ immer genauso geliebt wie die elegante Perfektion des Nashville‑Countrypolitan‑Sounds. Der Song handelt nicht wirklich von Mord an sich. Er handelt von Eifersucht, Verlangen, Verrat und den tragischen Konsequenzen einer Alles‑oder‑Nichts‑Liebe. Es geht um Hingabe, die bis an ihren gefährlichsten Extrempunkt getrieben wird – bis hin zu Wahnsinn und Verbrechen aus Leidenschaft.
Befreiungsschlag nach einer schweren Lebensphase
Inhaltlich und emotional bildet das Album eine Aufarbeitung persönlicher Rückschläge. Alexandra und Zachary blicken auf eine äußerst fordernde Schaffenszeit zurück:Wir haben alles in dieses neue Album gesteckt, das wir gemeinsam mit Shooter gemacht haben. Wir wollten uns kreativ herausfordern und die Produktion weiterentwickeln als jemals zuvor. Inspiriert wurden wir von den üppigen Orchesterproduktionen von Roy Orbison, The Ronettes und The Shangri‑Las und haben zusätzlich etwas Countrypolitan‑Flair eingebracht. Außerdem konnten wir großartige Musiker wie Matt Chamberlain und Jay Bellerose sowie ein 37‑köpfiges Orchester gewinnen. Wir wollten etwas erschaffen, das so schön wie möglich ist – natürlich mit unserer eigenen dunklen Note.
Die Wahrheit ist, dass dieses Album während einer der schwierigsten Zeiten unseres Lebens entstand. Wir kämpften mit Trauer, gesundheitlichen Problemen, Sucht und Depressionen. Doch Tag für Tag ins Sunset Sound zu gehen, mit unglaublichen Menschen Musik zu machen und von ihrer Kreativität umgeben zu sein, hat uns langsam wieder zum Leben erweckt. Wir begannen wieder zu lächeln und zu lachen. Ich hatte das Gefühl, wieder lebendig zu werden. Das Album brachte uns zurück zu dem Grund, warum wir uns überhaupt in Musik verliebt haben, und wurde dadurch unser bislang persönlichstes Werk.
Kontroversen und Touraussichten
Schon vor der Veröffentlichung des neuen Langspielers sorgten Twin Temple erneut für Gesprächsstoff. Aufgrund ihrer okkulten Ästhetik wurden sie kurzfristig von Konzerten des Country-Sängers Charley Crockett ausgeladen. Rockmusiker Jack White reagierte prompt und lud das Duo als Support-Act für seine Show im Hollywood Palladium ein. Zudem stehen in den USA Headline-Auftritte sowie Konzerte im Vorprogramm von Danzig an.Tracklist
- Doomed Lovers
- Possessed
- I Want Blood
- Love You To Death
- Haunt Me
- Someone In The Walls
- Monster
- Nothing Matters


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