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YouTube ändert Regeln für bezahlte Werbeaktionen

Creator erhalten neue Optionen für Altersgrenzen und regionale Sichtbarkeit



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YouTube überarbeitet im September 2026 den Umgang mit bezahlten Werbeaktionen. Neben einer neuen Bezeichnung für entsprechende Inhalte erhalten Creator zusätzliche Möglichkeiten, deren geografische Sichtbarkeit und Altersbeschränkung festzulegen. Gleichzeitig sollen automatisierte Systeme nicht deklarierte Werbung erkennen und gegebenenfalls selbstständig mit einem Hinweis versehen.

YouTube erweitert die Einstellungen für Markeninhalte

Der bisherige Bereich für bezahlte Produktplatzierungen wird in YouTube Studio künftig unter der Bezeichnung „Richtlinien zu Inhalten mit Produktplatzierungen“ geführt. Damit möchte YouTube seine Begriffe stärker an die gegenwärtigen Standards der Werbebranche anpassen. Für dich als Creator bleibt entscheidend, ob ein Video bezahlte Produktplatzierungen, Sponsorships, Empfehlungen oder vergleichbare kommerzielle Bestandteile enthält.

Wählst du im aktualisierten Abschnitt „Bezahlte Werbeaktionen und Marken“ die Option „Ja“, stehen dir künftig detailliertere Einstellungen zur Verfügung. Du kannst unter anderem bestimmen, in welchen Ländern ein Inhalt sichtbar sein soll. Auch eine länderspezifische Weiterleitung lässt sich konfigurieren. Dadurch können Kampagnen genauer auf bestimmte Märkte zugeschnitten werden.

Flexible Altersgrenzen schaffen mehr Kontrolle

Zusätzlich führt YouTube eine manuell konfigurierbare Altersbeschränkung ein. Je nach Inhalt oder Vereinbarung mit einem Markenpartner kannst du eine Grenze zwischen 18 und 25 Jahren oder älter festlegen. Diese Einstellung ergänzt die bereits vorhandene Kennzeichnung bezahlter Werbeaktionen und soll eine differenziertere Aussteuerung ermöglichen.

Gerade bei Produkten, die sich ausschließlich an Erwachsene richten, bietet dir diese Neuerung mehr Kontrolle über die erreichbare Zielgruppe. Die Verantwortung für eine korrekte Einordnung bleibt allerdings bei dir und gegebenenfalls beim beteiligten Markenpartner.

Automatische Erkennung soll verdeckte Werbung aufdecken

Parallel zu den erweiterten Einstellungen führt YouTube interne automatisierte Systeme ein. Diese sollen Inhalte auf möglicherweise nicht deklarierte Werbung untersuchen. Erkennt das System entsprechende Hinweise, kann YouTube automatisch ein Offenlegungslabel einblenden, das Zuschauer über die mögliche Werbeaktion informiert.

Du kannst die zugehörigen Metadaten anschließend weiterhin in YouTube Studio bearbeiten und die Einstellung wieder auf „Nein“ setzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Verantwortung auf die Plattform übergeht. Creator müssen nach wie vor sicherstellen, dass bezahlte Produktplatzierungen, Sponsorships und Empfehlungen ordnungsgemäß offengelegt werden.

Creator bleiben für die Kennzeichnung verantwortlich

Bezahlte Werbung muss weiterhin den Google-Ads-Richtlinien sowie den Community-Richtlinien von YouTube entsprechen. Darüber hinaus sind die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben zu beachten. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob eine Offenlegung erforderlich ist, sondern ebenso, auf welche Weise und gegenüber welcher Zielgruppe sie erfolgen muss.

Für politische Werbung gelten in der Europäischen Union zusätzliche Einschränkungen. Seit dem 10. Oktober 2025 erlaubt Google aufgrund der europäischen Verordnung 2024/900 keine politische Werbung in der EU mehr. Creator müssen deshalb zusätzlich angeben, ob gesponserte Inhalte möglicherweise als bezahlte politische Werbung im Sinne dieser Verordnung einzuordnen sind.

Mehr Steuerungsmöglichkeiten treffen auf mehr Kontrolle

Mit der Umstellung verbindet YouTube erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten mit einer stärkeren automatisierten Prüfung. Für dich bedeutet das einerseits mehr Flexibilität bei regionaler Verfügbarkeit und Altersfreigabe. Andererseits solltest du bezahlte Kooperationen besonders sorgfältig in den Videodetails erfassen, da die Plattform künftig selbst nach nicht gekennzeichnetem Werbematerial suchen kann.

Die grundlegende Regel bleibt damit unverändert: Enthalten Videos eine bezahlte Produktplatzierung, ein Sponsorship oder eine vergütete Empfehlung, muss dies für Zuschauer nachvollziehbar offengelegt werden.

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